Kirchenkreis Göttingen

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)

In Göttingen gibt es einen Zusammenschluss über die konfessionellen Grenzen hinweg: Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Sie plant gemeinsame Veranstaltungen, führt diese durch und begleitet den interkonfessionellen Dialog in Südniedersachsen.

Derzeit gehören in Göttingen neben dem Ev.-luth. Kirchenkreis zur ACK:

Gaststatus haben in der ACK Göttingen folgende Gemeinden:

Die ACK besteht auch auf Landesebene und Bundesebene.


Der Runde Tisch der Abrahamreligionen

Der Runde Tisch der Abrahamreligionen ist seit 2001 ein kontinuierlich monatlich bis zweimonatlich tagendes Gesprächsforum von Judentum, Christentum und Islam in Göttingen. Derzeit treffen sich hier die Delegierten aus der Jüdischen Gemeinde, der evangelisch-lutherischen und römisch-katholischen Kirche sowie der türkisch-islamischen Gemeinde DITIB und der islamischen Balkan-Gemeinde.
Am Runden Tisch werden die mindestens einmal jährlich stattfindenden multireligiösen Friedensgebete vorbereitet sowie das breite Spektrum aktueller sowie grundsätzlicher Fragen des religiösen Miteinanders besprochen und gemeinsame Aktionen geplant (z.B. gegenseitige Einladungen, christlich-islamische Schulfeiern, islamischer Religionsunterricht, Karikaturenstreit, Regensburger Papstrede, Gazakonflikt). Mit großem Engagement hat der Runde Tisch den Bau der türkischen DITIB-Moschee 2007 und die Eröffnung der Synagoge 2008 in Göttingen begleitet.

Als konkretes Zeichen der Versöhnung und der Humanität zwischen den Religionen holte der Runde Tisch 2004 ein schwer herzkrankes vierjähriges Kind aus Bethlehem nach Göttingen, wo es im hiesigen Universitätsklinikum erfolgreich operiert wurde und geheilt nach Palästina zurückkehren konnte.
Die evangelisch-lutherische Kirche vertritt Dr. Klaus Sürmann am Runden Tisch der Abrahamreligionen, E-Mail: ksuermann@t-online.de, Telefon: (0551) 21961.


Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Die Göttinger "Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit" besteht seit 1959. Sie wurde gegründet, um die Erinnerung an das im Namen unseres Volkes zerstörte jüdische Leben wach zu halten und in unserer Stadt wie in der südniedersächsischen Region die Bedingungen für den Beginn eines friedlichen Dialogs zwischen Religionen und Konfessionen zu schaffen. Die Neubelebung eines jüdischen Gemeindelebens ist das Ziel, für dessen Verwirklichung sich die "Gesellschaft" auf allen Ebenen in Politik und Kirche beharrlich und erfolgreich eingesetzt hat. Auf diesem Weg hat sie bis heute die Zusammenarbeit mit der Universität, Schulen und Gewerkschaften praktiziert, um mit Vorträgen und Seminaren sowie mit Exkursionen zu Stätten vergangener und gegenwärtiger jüdischer Kultur auf das gemeinsame Erbe zu verweisen und Unterschiede verständlich zu machen.
Die jährlich am 9. November am Göttinger Synagogen-Mahnmal zusammen mit Stadt und Jüdischer Gemeinde veranstaltete Gedenkstunde macht in besonderer Weise unsere Ablehnung jeder Form von Rassenhass, nationaler Überheblichkeit und politisch-religiösem Fanatismus deutlich.
Wir suchen in unserem vielseitigen Engagement die Zusammenarbeit mit ähnlich orientierten Organisationen innerhalb und außerhalb des Göttinger Friedensbündnisses. Wir treten ein für das Existenzrecht des Staates Israel und die friedliche Gestaltung der jüdisch-arabischen Beziehungen.

Die Göttinger "Gesellschaft" hat fast 400 Mitglieder und wird von einem Vorstand geleitet. Bundesweit existieren über 80 örtliche Gesellschaften, deren Dachorganisation der Deutsche Koordinierungsrat für christlich-jüdische Zusammenarbeit ist. Dieser veranstaltet jährlich die "Woche der Brüderlichkeit" und verleiht dabei die Buber-Rosenzweig-Medaille für Verdienste um die Begegnung zwischen Christen und Juden.
Das aktuelle Programm und weitere Informationen finden Sie unter www.gcjz-goettingen.de