Kirchenkreis Göttingen

Es muss Freiheit geben

Fri, 10 Nov 2017 09:37:26 +0000 von Andreas Overdick

Die Einführung der Reformation im Calenberger Land

(10.11.2017) Am Dienstag, dem 28. November 2017, um 19.30 Uhr hält Prof. Dr. Hans Otte einen Vortrag in der St. Christophoruskirche in Reinhausen. Der ehemalige Direktor des Landeskirchlichen Archivs Hannover und außerplanmäßiger Professor für niedersächsische Kirchengeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen erzählt von der Einführung der Reformation im Calenberger Land und schildert dies dynamische Ereignis bis zur Festigung des Protestantismus kurz vor der Wende zum 17. Jahrhundert.

An verschiedenen Orten, so auch im Calenberger Land, begannen etliche eine Erneuerung der Kirche zu fordern. Vorreiter dabei waren die Städte, sehr früh schon Göttingen, sowie einzelne Ritter für ihre Patronatskirchen.

Herzogin Elisabeth von Calenberg trat ihre Regierung im Fürstentum 1540 an und förderte die Reformation im Land entscheidend. 1542 erließ sie eine Kirchenordnung, darin wurden die Grundprinzipien einer evangelischen Kirche dargestellt.

Elisabeth hatte allerdings nur die Vormundschaft für ihren katholischen Sohn Erich inne und musste ihm 1545 die Herrschaft übergeben; damit kam die Bewährungsprobe für die evangelischen Einwohner des Lands. Es gelang ihnen, den evangelischen Glauben festzuhalten, auch gegen den Druck des katholischen Kaisers und des Herzogs Erich.

Reformation heißt nichts anderes als die Wiederentdeckung der christlichen Freiheit. Für viele Reformatoren und Reformatorinnen war sie das zentrale Motiv, sich für den evangelischen Glauben zu entscheiden.