Kirchenkreis Göttingen

Kirchhang in Niedernjesa eingeweiht

Tue, 21 Jul 2020 10:29:22 +0000 von Jeanine Rudat

Die ev.-luth. Kirchengemeinde Niedernjesa hat nach rund sieben Jahren Planungs- und Bauzeit, zusammen mit der Gemeinde Friedland den neu sanierten Kirchhang eingeweiht. Dipl.-Ing. Wolfgang Wette vom Planungsbüro „Wette + Küneke GbR“ übergab am Dienstag, 14.07.2020, auch die Pflegepläne für den Hang an Ute Bermond und Katharina Japke vom Kirchenvorstand.
 
Bei dem Kirchhang handelt es sich um ein Naturdenkmal mit besonderer Bedeutung für das gesamte Dorf. Neben dem ortsbildprägendem Ensemble mit Kirche, auf die er zuläuft, stellt die Treppe als zentrales Bauelement im Hang eine wichtige innerörtliche Verbindungsachse dar. Dies war bereits im Rahmen des Dorferneuerungsprogramm Niedernjesa 1997/98 als Maßnahmenschwerpunkt enthalten. Vor diesem Hintergrund konnte in enger Zusammenarbeit der Gemeinde Friedland, der Kirchengemeinde Niedernjesa und des Kirchenkreisamtes ein Antrag auf Förderung nach dem Programm „Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung“ (ZILE) gestellt werden. Dieser Antrag war erfolgreich, nachdem auch der Landesdenkmalpfleger Kim Kappes die Maßnahme als förderungswürdig eingestuft hatte. So konnte aus diesem Programm über das Amt für regionale Landesentwicklung eine Förderung in Höhe von rund 97.300 Euro eingesetzt werden.
 
Insgesamt wurden in die Sanierung der einsturzgefährdeten Kirchmauer mit Kalk- und Sandstein, der Treppe und der Grünflächen am Kirchhang etwa 270.000 Euro investiert, erläutert Peter Friele vom Kirchenkreisamt Göttingen-Münden. Damit sei die Baumaßnahme weitgehend im Kostenplan geblieben. An den Kosten beteiligte sich die Gemeinde Friedland mit 20.000 Euro, der Kirchenkreis Göttingen mit rund 160.000 Euro. Die Gemeinde Friedland hat durch Volker Hillebrecht darüber hinaus administrative Abwicklung übernommen, bei EU-Förderungen ein durchaus wichtiger Bereich.
 
Alle Anwesenden freuten sich, dass die St. Laurentius Kirche nun endlich auch wieder direkt von der Hauptstraße aus begehbar ist und dass alle Arbeiten noch vor der 1.000-Jahr-Feier von Niedernjesa planungsgemäß abgeschlossen werden konnten.