Kirchenkreis Göttingen

Mitmenschlichkeit und Kreativität in Coronakrise gibt Hoffnung

Fri, 20 Mar 2020 17:05:26 +0000 von Superintendentur Göttingen

Die Coronakrise hat unseren Alltag fest im Griff. Das kann wohl niemand leugnen. Endlich dürften es alle verstanden haben: Wir müssen Abstand voneinander halten. So kommt das Alltagsleben fast zum Erliegen - nicht zuletzt zum bitteren Leidwesen vieler UnternehmerInnen und ArbeitnehmerInnen. Aber es gibt auch das andere: Eine unglaubliche Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit! Wo man hinschaut, begegnen einem Hilfsangebote: Zettel, an die Bäume gepinnt, Anrufer, die Hilfe anbieten und Leute, die einen fragen, "wie geht es dir?" In den Kliniken, Altersheimen und Pflegediensten sind es Frauen und Männer, die jetzt fast übermenschlichen Einsatz bringen: Um der Nächstenliebe willen. Das alles erfüllt mich mit Dankbarkeit und Hoffnung. Ich freue mich auch darüber, wie in den Kirchengemeinden auf die Krise reagiert wird. Mit ganz viel Phantasie und Kreativität werden hier ganz neue Formate geschaffen, miteinander Andacht zu feiern. So bleiben wir miteinander in Kontakt, auch wenn wir uns in unseren Kirchen nicht versammeln können. Auch manche traditionellen Dinge werden wiederentdeckt, die sonst im Alltag fast untergegangen sind. Zum Beispiel, dass die Kirchenglocken täglich morgens, mittags und abends läuten - als Einladung zum Innehalten und zum Gebet. Wir werden alle einen langen Atem brauchen. Mir hilft dabei das Vertrauen auf Gott, der versprochen hat, uns auch durchs schwere Zeiten zu geleiten.
Quelle: Privat
Superintendent Friedrich Selter