Kirchenkreis Göttingen

26. Landessynode – 2 Vertreter aus dem Kirchenkreis Göttingen dabei

Fri, 14 Feb 2020 07:33:10 +0000 von Jeanine Rudat

Steffen Creydt (Leiter des Kirchenkreisamtes) und Daniel Küchenmeister (Pastor in Lenglern und Begleiter der Religionspädagogik Studierenden) aus dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Göttingen nehmen als neu gewählte Vertreter der 26. Landesynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers vom 20. bis 22. Februar an der konstituierenden Tagung in Hannover teil. Landesbischof Ralf Meister führt die neu gewählten Mitglieder am Donnerstag um 10 Uhr im Rahmen eines Eröffnungsgottesdienstes in der Marktkirche Hannover in ihr Amt ein und nimmt ihnen das Gelöbnis ab. Am Abend wählen die Synodalen in der ersten öffentlichen Plenarsitzung der 26. Landessynode eine/n Präsident/in sowie weitere Mitglieder des Präsidiums.
 
Im Herbst 2019 wurden Steffen Creydt wieder und Daniel Küchenmeister neu gewählt. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Mit 65,61 Prozent lag die Wahlbeteiligung in Göttingen deutlich über dem landeskirchlichen Durchschnitt mit 58,18 Prozent. „Ich freue mich über die relativ hohe Wahlbeteiligung und die vielen Stimmen“, erklärte Küchenmeister in der Wahlnacht. „Gerne will ich in der neuen Synode meine Erfahrung und Ideen aus Gemeinde und Hochschule einbringen“, so der Pastor aus Lenglern. Vieles, was in Hannover entschieden werde, komme in der Fläche gar nicht an. Er sehe sich da als Bindeglied. Ein weiterer wichtiger Punkt sei der Fachkräftemangel, so Küchenmeister. Hierbei bezieht er sich aber nicht nur auf die Besetzung von Pfarrstellen, vor allem auf dem Land, sondern auch auf andere Berufsgruppen, wie z.B. Fachkräfte in der Pflege, Erziehung, Verwaltung, im Religionsunterricht sowie der Kirchenmusik. Diese würden auch fehlen, aber darüber spreche man einfach zu selten, so der 47-Jährige. Auch Steffen Creydt freute sich über seine Wahl und hat sich einiges vorgenommen: „Mit diesem starken Mandat kann ich in unserer Landeskirche etwas bewegen. Ich will dazu beitragen, dass Kirchenvorstände von Bürokratie entlastet werden, damit sie ihre Kraft in die Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte setzen können.“ Außerdem möchte er mit dafür sorgen, dass die Kirche wieder sichtbarer wird. Die Kirche habe ein sensationelles Angebot, inhaltlich und strukturell. Dies müsse man besser kommunizieren“, so der 38-Jährige. Man müsse die Menschen da abholen, wo sie sind. In der Kita, der Schule, im Verein, am Arbeitsplatz - nicht nur in Kirchen. Man müsse Präsenz zeigen. „Das Gemeindefest bringt mehr Leute zusammen, wenn es auf der Kirchwiese und nicht in der Kirche stattfindet“, so Creydt.
 
Mit den Göttinger Kandidaten wurden im selben Wahlkreis Pastorin Corinna Engelmann aus dem Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder sowie die Ehrenamtlichen Marie Kleinhans aus Münden, Marius Steinwachs aus Leine-Solling und Petra Utermöller aus dem Harzer Land gewählt. Mit dem landeskirchenweiten Ergebnis der Wahl steht die Landessynode vor einem Neuanfang: Von ihren 66 Mitgliedern beraten und entscheiden künftig 46 neugewählte mit 20 bereits erfahrenen über die Schwerpunkte der Landeskirche.
Quelle: Jeanine Rudat
v.l.: Steffen Creydt und Daniel Küchenmeister