Kirchenkreis Göttingen

Informationen und Termine aus den Kirchengemeinden, Einrichtungen, Gruppen und Kreisen im Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen.

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Bild: Sprengel Hildesheim-Göttingen

Nicht mutig

Gedanken zum Osterfest 2014 von Landessuperintendent Eckhard Gorka, Sprengel Hildesheim-Göttingen
Nach einer Umfrage glaubt nur etwa ein Drittel aller Deutschen an ein Leben nach dem Tod. Knapp 30 Prozent der Befragten sind sich sicher, dass mit dem Tod alles aus ist. Die Übrigen zucken mit den Schultern nach dem Motto: Nichts Genaues weiß man nicht.
"Wenn die Toten nicht auferstehen, so ist auch Christus nicht auferstanden“, schreibt der Apostel Paulus vor knapp 2000 Jahren in einem seiner Briefe. Eine merkwürdige Logik, so scheint es. Als ob das so klar wäre, dass die Toten auferstehen!
Mag sein, dass frühere Generationen noch dieser Ansicht gewesen sind. Dass es nach diesem Leben noch ein anderes gibt. Dass am Ende der Himmel auf uns wartet (oder die Hölle). Aber heute? Die zitierten Umfragewerte sprechen eine deutliche Sprache.
Es stimmt: Etwas sicher Beweisbares hat hier keiner in der Hand. Auch nicht die Christen. Selbst die Bibel muss zugeben, dass der Glaube auf etwas hofft, was er nicht sieht, also auch nicht einfach vorzeigen oder beweisen kann.
Aber was, wenn man die ganze Sache einmal umdrehen würde? So wie das etwa die Dichterin Marie Luise Kaschnitz in einem ihrer Gedichte ausdrückt:
Die Mutigen wissen
Dass sie nicht auferstehen
Dass kein Fleisch um sie wächst
Am jüngsten Morgen
Dass sie nichts mehr erinnern
Niemandem wiederbegegnen
Dass nichts ihrer wartet
Keine Seligkeit
Keine Folter
Ich
Bin nicht mutig.
Man muss wirklich Mut haben, um genau zu wissen, dass der Tod das endgültige Ende ist. Denn das heißt doch, dass am Ende alles gleichgültig ist. Ganz gleich, was vorher war – wenn Schluss ist, ist Schluss. Für alle und jeden. Ob sie nun mehr auf der Sonnenseite des Lebens gestanden haben oder auf seiner Schattenseite leben mussten.
Dabei ist das seit Ostern die Hoffnung der Christen: Dass noch einmal etwas Neues kommt. Dass der Tod und alle seine Bundesgenossen wie Not, Leid und Krieg, Ungerechtigkeit und Beziehungslosigkeit oder wie sie sonst noch heißen mögen, nicht das letzte Wort haben. Nein, das ist keine einfache Vertröstung auf ein Jenseits, aber die Hoffnung, dass Gott selbst am Ende für das Leben einsteht. So wie er es an Ostern in der Auferweckung des Jesus aus Nazareth getan hat.
Aus dieser Hoffnung wächst eine Kraft, sich schon mit diesem Leben nicht einfach abzufinden, sondern zu versuchen, Zeichen der Hoffnung zu setzen. Als Vorboten dessen, was am Ende allein Gott schafft: Alle Tränen endgültig abzuwischen, die in diesem Leben geweint werden. Tod und Leid, Klage und Schmerz ein Ende zu bereiten. Das Alte vergehen zu lassen und alles neu zu machen.
Mögen die Todesmutigen wissen, dass nichts mehr kommt. Der Mensch braucht den Himmel und die Hoffnung, dass er nicht in einer hoffnungslos geschlossenen Welt und unter einem verriegelten Himmel verkümmert und resigniert. Das zuzugeben, ist keine Schande.
Ich wünsche uns, dass unsere Ostergottesdienste uns mit der Hoffnung ausstatten, die auf Gott setzt. Am Ende und schon jetzt. Und die uns lebensfähig macht, liebesfähig und handlungsfähig.

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Musik am Karfreitag in St. Jacobi Göttingen

Am Karfreitag, dem 18. April 2014, findet um 15 Uhr in der St. Jacobikirche in Göttingen die traditionelle Andacht zur Todesstunde Jesu statt. Auf dem Programm stehen "Die Sieben Worte" und Motetten von Heinrich Schütz (1585-1672) sowie Motetten von Marc-Antoine Charpentier (1643-1704). Begleitet vom Kammerorchester St. Jacobi singen Andreas Fischer (Evangelist), Tobias Wolff (Jesus) und der Kammerchor St. Jacobi.
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Bild: Stephan Schrader

Sechs Bach-Suiten in der ursprünglichen Reihenfolge

Stephan Schrader, Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, spielt am Samstag, dem 10. Mai 2014 von 17-20.15 Uhr in der Klosterkirche Nikolausberg, Augustinerstraße 17, 37077 Göttingen alle sechs Solo-Suiten für Violoncello von J. S. Bach – eigentlich ein Programm für zwei Konzerte.
"Der besondere Reiz, alle Werke an einem Abend und vor allem in der ursprünglichen Reihenfolge zu spielen, liegt darin, die Werke in ihrer zeitlichen und musikalischen Komplexität wachsen zu sehen.", so Schrader über seine Idee. "Es ist wie eine Abenteuerreise", sagt Schrader, "oder wie die Begegnung mit einer großen Familie: Jedes Familienmitglied (Suite) hat eine eigene Persönlichkeit, gehört aber doch mit allen zusammen.“
Als Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen konzertiert Schrader mit Musikern wie Paavo Järvi, Trevor Pinnock, Roger Norrington, Toon Koopman, Daniel Harding, Heinrich Schiff u.v.a. auf allen großen Bühnen in Europa, den USA, Südamerika, Kanada und Asien.
Der vielseitige Cellist, der an der Hochschule Bremen unterrichtet, hat neben der Pflege der Kammermusik in Streichquartett und Klaviertrio das Spiel mit dem Barockcello im Barockensemble Parnassi musici ausgebildet und ist ein gefragter Continuo-Cellist. Ganz andere Wege geht Schrader mit seiner unterhaltsamen Solo-Show "CELLO-LOOP": Dort präsentiert er sich als Komponist, geistreicher Bearbeiter unterschiedlichster Musik-Genres und humorvoller Alleinunterhalter.

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Anton Tschechow: In der Osternacht
Psalm 36: Gott, die Quelle des Lebens

Aufführung am 16. April 2014 in der Klosterkirche Nikolausberg.
(08.04.2014) Anton Tschechow stellt in seiner novellistischen Skizze "In der Osternacht" die Schilderung der kommerzialisierten Festtagsfeierlichkeiten eines Klosters der schmerzlichen Gottessehnsucht eines Mönches gegenüber. Im Zentrum der Geschichte steht die Begegnung des Erzählers mit dem Laienbruder, der in der Osternacht als Fährmann eingesetzt ist, um die Besucher über den Fluss zur Klosterinsel zu bringen. Während der Erzähler an den turbulenten Feierlichkeiten teilnimmt, wartet der Laienbruder vergeblich auf seine Ablösung. Im Morgengrauen treffen die beiden Männer wieder aufeinander - der eine nüchtern und abgeklärt, der andere trotz seiner Enttäuschung voller Gottvertrauen.
Am Mittwoch, dem 16. April 2014 um 20 Uhr präsentieren Stefan Dehler und Christoph Huber in der Klosterkirche Nikolausberg, Augustinerstraße 17, 37077 Göttingen Anton Tschechows berühmte Erzählung, in der die Gnade der spirituellen Erfahrung mit der volksfesthaften Inszenierung der Heilsfreude kontrastiert wird, als meditatives Hörbild. Begleitet wird die szenische Lesung von der international renommierten österreichischen Flötistin Dr. Elisabeth Möst, die eine Vertonung zu Psalm 36, "Gott, die Quelle des Lebens“ von Thomas Daniel Schlee, Werke von Joachim Andersen, Victoria Borisova-Ollas, Rosalind Carlson, Claude Debussy, André Jolivet, Sigfrid Karg-Elert, Olivier Messiaen, Arvo Pärt, Niccolò Paganini, Johann Joachim Quantz, Thomas Daniel Schlee und Georg Philipp Telemann sowie frei improvisierend kontrastreiche, atmosphärisch dichte Klangbilder beisteuert.


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Bild: © Huber

Gastfreundliche Kirche

Workshop für Kirchenöffner und Kirchenhüterinnen
und solche, die es werden möchten

(31.03.2014) Verlässlich geöffnete Kirchen sind ein Angebot, das viele Menschen dankbar nutzen. Ehrenamtliche Kirchenöffner und Kirchenhüterinnen begrüßen Einzelgäste oder Gruppen und stehen für Gespräche, Informationen und zum Verkauf von Postkarten bereit.
Die Anliegen derer, die in die Kirche eintreten, sind sehr unterschiedlich. Einige suchen die Stille, andere möchten eine kurze Auskunft, andere suchen das Gespräch über die Kirche oder manchmal auch über die eigene Lebenssituation.
Wie können die Ehrenamtlichen diese unterschiedlichen Bedürfnisse angemessen wahrnehmen und auf sie eingehen? Wie können sie Besuchern so begegnen, dass diese sich gesehen und wahrgenommen, aber nicht bedrängt fühlen? Wie können sie durch ihr Auftreten und die Art, wie sie sich im Raum platzieren und bewegen, Gastfreundschaft zeigen?
Ein Workshop für aktive und zukünftige Kirchenöffner und Kirchenhüterinnen wird diesen Fragen nachgehen: Wie nehme ich meine Aufgabe wahr? Wie sehe ich mich als Kirchenhüterin? Wie nehmen Kirchenbesucher mich wahr? Was teile ich mit und ohne Worte mit?
Christoph Huber wird mit den Teilnehmenden in praktischen Übungen aus den Bereichen Wahrnehmungsschulung, Selbst- und Fremdwahrnehmung, verbale und nonverbale Kommunikation arbeiten.
Der Workshop ist offen für Interessierte aus allen Gemeinden des Kirchenkreises.
Termin
: Samstag, 10. Mai 2014, 10-17 Uhr.
Ort
: St. Jacobikirche, Jacobikirchhof 2, 37073 Göttingen.
Leitung: Jürgen Lojowski, Diakon im Haus kirchlicher Dienste/Hannover, Abteilung Kirche im Tourismus.
Referent: Christoph Huber, Schauspieler und Theaterpädagoge von der freien Theaterformation "Stille Hunde" (Foto).
Teilnehmerbeitrag: 15 Euro (am Tagungsort zu erstatten).
Anmeldung: Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis zum 28. April per Email oder per Post an Kirche im Tourismus, Diakon Jürgen Lojowsky, Friedrich-Ebert-Straße 50, 31137 Hildesheim, lojowsky@kirchliche-dienste.de
Veranstalter: Haus Kirchlicher Dienste,Hannover in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis Göttingen.

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Frauenwerk pilgert zu Frauenklöstern

Das Frauenwerk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers bietet in der Zeit vom 10. bis zum 14. Mai 2014 an, auf "Pilgerinnenwegen zu Lüneburger Frauenklöstern" zu Fuß unterwegs zu sein. Unter dem Motto "Unserem Glauben auf der Spur" beginnt der Weg im Kloster Lüne in Lüneburg mit einer Einführung und führt dann auf täglich ca. 15 km (4-5 Stunden) langen Abschnitten zu den Klöstern in Medingen (bei Bad Bevensen), Ebstorf und Isenhagen (bei Wittingen).
Die Mauern dieser Klostergebäude bergen den Geist von jahrhundertelanger Frömmigkeit. Gebet, Andacht und Meditation, Singen, Stille und Gespräche unterwegs und in den Klöstern nehmen die Pilgerinnen hinein in die Spiritualität des jeweiligen Ortes. In den Frauenklöstern von damals leben heute Frauen in der Gemeinschaft von Evangelischen Frauenkonventen. Bei einer Klostersuppe am Abend ist Gelegenheit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Weitere Informationen und Anmeldung bei Cornelia Renders, Referentin des Frauenwerks im Sprengel Hildesheim-Göttingen, Tel.: (0551) 45022, eMail: renders@kirchliche-dienste.de

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Mehr als Geschmackssache –
Hochschulforum in Hannover

Studierende, Dozierende und Mitarbeitende aller Fakultäten aller Hochschulen in Niedersachsen treffen sich am Freitag, dem 23. Mai 2014 von 10-16 Uhr zum Hochschulforum im Congress Centrum Hannover, um sich mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen.
Die Ernährungswelt ist im Wandel. Umfangreiche Veränderungen bestimmen die Gegenwart und lenken die Ernährung in eine andere Zukunft. Sicher bleibt jedoch in Deutschland, in Europa und weltweit: Essen ist lebensnotwendig! Ernährung ist mehr als Nahrungsaufnahme! Doch was heißt Ernährung heute und morgen? Was wollen wir essen, kaufen, glauben und verantworten? Welche Erwartungen haben Konsumenten in einer 24/7-Gesellschaft an Nahrungsmittel und ihre Produzenten? Welche Paradigmen bestimmen zukünftig die Ethik unserer Gesellschaft im Blick auf das Wohl von Mensch, Tier und Umwelt?
Aus Göttingen nehmen die Evangelische Studierenden- und Hochschulgemeinde und das Evangelische Studienhaus teil und laden Interessierte ein, mitzufahren. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen zur Anmeldung bei daniel.kuechenmeister@esg-goettingen.de und zur Veranstaltung unter www.hochschulforum-hannover.de.

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Notfallseelsorge
wichtiges kirchliches Arbeitsfeld

Insgesamt gab es 2013 dreißig Einsätze der Notfallseelsorge in der Region Göttingen. "Nicht nur diese Zahlen bescheinigen, dass das ein sehr wichtiges kirchliches Arbeitsfeld ist." betont Pastor Thorsten Rohloff, Beauftragter für Notfallseelsorge im Kirchenkreis bei der Vorstellung dieser Statistik. Die Ökumenische Notfallseelsorge Göttingen ist rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche erreichbar und arbeitet mit den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst eng zusammen, die sie bei einem Einsatz direkt über einen Piper anfordern.
Um den Anforderungen dieser Arbeit bestmöglich gewachsen zu sein, fand am 17. Januar 2014 bei der Berufsfeuerwehr Göttingen eine Übung statt, bei der anhand von Planspielen mögliche Einsatzszenarien erlebt und durchgespielt wurden. Unter der Leitung von Hauptbrandmeister Dirk Behrens-Dostal nahmen zehn Notfallseelsorgende und 20 Statisten (Jugendliche und Erwachsene) an der Übung teil.
Zu Beginn der Veranstaltung würdigte Dr. Martin Schäfer, Leiter der Berufsfeuerwehr Göttingen, die gute Zusammenarbeit mit der Ökumenischen Notfallseelsorge Göttingen.

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Unterm Kreuz –
Ausstellung in St. Jacobi Göttingen

Vom 9. März bis zum 27. April 2014 sind in der St. Jacobikirche in Göttingen Grafiken von Max Beckmann, Lovis Corinth, Oskar Kokoschka und Max Slevogt zu sehen. Die Ausstellung, die montags bis donnerstags von 11 bis 16 Uhr und freitags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet ist, präsentiert druckgraphische Zyklen und Einzelblätter von diesen vier deutschen Vertretern der Klassischen Moderne. Im Spannungsfeld zwischen Impressionismus und Expressionismus haben sie sich im frühen 20. Jahrhundert in je eigener Weise mit der christlichen Bildtradition und der Gestalt Jesu auseinander gesetzt. Vornehmlich die Passion Jesu tritt hier in künstlerisch herausragenden Leistungen in den Blick. Entstanden in einer Zeit großer geistesgeschichtlicher Umbrüche – in den Jahren vor und nach dem Ersten Weltkrieg – geben diese Bilder nicht zuletzt diese Bruchlinien im Widerschein von Passionsszenen zu erkennen. Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 9. März, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, den Pastor Harald Storz halten wird und einem anschließendem Vortrag von Prof. Dr. Thomas Noll eröffnet.
(-> Begleitprogramm als pdf-Datei)

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Männerwandern in Südtirol

Vom 13. bis zum 21. September 2014 bietet Pastor Uwe Völker (Bovenden) eine Männerwanderung im Pustertal (Südtirol) und am Rande der Dolomiten an. Auf reizvollen Wegen mit unterschiedlichen Anforderungen soll die Südtiroler Bergwelt erwandert werden, um "zu staunen, sicher auch zu schwitzen, Erfahrungen zu sammeln und hoffentlich mit guten Eindrücken gesund heimzukehren." Da es leichtere und schwerere Wege gibt, das Ziel zu erreichen, wird Völker jeden Tag die Wandergruppen einteilen. Der Pastor ist gespannt auf das Erlebnis: "Miteinander auf dem Weg zu sein, über Gott und die Welt zu reden, seine Kräfte zu spüren, zur Ruhe zu kommen, sich auf das Leben zu besinnen und neue Kraft für den Alltag zu schöpfen, das sind die Inhalte der neuntägigen Männerwanderung."
Die Ruhe in den Bergen und die Geselligkeit im Hause Karin Crazzolara bringen Körper, Geist und Seele in eine gute Balance. Abends endet der Tag mit einer gemeinsamen Runde und mit einer Andacht.
Kosten wird diese Wangerung zwischen 465 und 620 € je nach Zimmerqualität (Einzelzimmerzuschlag 105 €). Die Anreise erfolgt mit Kleinbussen. Weitere Informationen und Anmeldung bei Uwe Völker, Liegnitzer Straße 2, 37120 Bovenden, Telefon: (0551) 82072395 oder per eMail: voelker-bovenden@t-online.de