Kirchenkreis Göttingen

Informationen und Termine aus Kirchenkreis, Gemeinden, Einrichtungen, Gruppen und Kreisen.

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Bild: Getrud Brandtner

Wittenberger Reformationssommer und Erlebnisraum Taufe

von Getrud Brandtner, Prädikantin, geistliche Begleiterin und Bibelerzählerin aus Bishausen
(24.07.2017) Lutherische Weltausstellung oder Reformationssommer – egal wie ich das bezeichne, was sich zur Zeit in und um Wittenberg abspielt – dort ist viel los.
Sieben "Tore der Freiheit" laden dazu ein, sich mit Glauben, Kirche und unserer Welt auseinander zu setzen. Jedem "Tor" ist ein Themenbereich zugeordnet, z.B. "Ökumene und Religion", "Jugend", "Spiritualität". Jede Woche hat ihr Thema, jede Woche hat ihr Programm. Jeden Abend wird eine Andacht auf dem Marktplatz gefeiert. Es gibt ein Konfi-Camp, das bis Mitte September wöchentlich bis zu 1500 Jugendliche besuchen. (-> WEITERLESEN)

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Bild: St. Jacobi

Vortrag zur Ausstellung
"Sichtlich evangelisch"

(20.07.2017) Die Kirchengemeinde St. Jacobi lädt am Sonntag, dem 23. Juli 2017, um 11.15 Uhr zum letzten Vortrag zur Ausstellung "Sichtlich evangelisch – die Fenster der St. Jacobikirche von 1901" ein. Pastor Harald Storz referiert über "Die Menschen hinter den Fenstern: Superintendent Kayser, der Kirchenvorstand und die Stifter".
Die Fenster in St. Jacobi verdanken sich dem Engagement vieler Göttinger. Superintendent Kayser, der Architekt Alexander Freise, aber auch die Stifter der verschiedenen Fenster haben durch Anregungen und finanzielle Unterstützung zum Bildprogramm und zu dessen Realisierung beigetragen.
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Allein?

(20.07.2017) Seit Mitte Juli am Kirchturm der St. Jacobikirche ein großes Banner. Nur ein einziges Wort steht darauf: "Allein?" Das gleiche Plakat hängt auch an St. Albani, an St. Johannis und St. Marien. Was fällt Ihnen zu dieser kurzen Frage "Allein?" ein? Fühlen Sie sich manchmal so? Alleingelassen? Wünschen Sie sich einen Menschen, der zu Ihnen steht? Oder kommen Ihnen andere Menschen in den Sinn, die allein sind und die Sie lange schon einmal wieder besuchen wollten? Erinnert es Sie an die vielen Singlehaushalte in unserer Stadt?
Nur noch wenige Tage, dann erfahren Sie mehr über diese Plakataktion der vier lutherischen Innenstadtgemeinden.
(Pastor Harald Storz)
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Bild: Storz, Förster, Overdick

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Bild: Johannes Broermann

Reformationsjubiläum
als Doping für die Ökumene

von Dr. Johannes Broermann,
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
bei der
Katholischen Kirche im Dekanat Göttingen

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen feiert Versöhnungsgottesdienst beim Johannisempfang

(25.06.2017) Mit einem ökumenischen Versöhnungsgottesdienst in St. Johannis haben die Kirchen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Göttingen den traditionellen Johannisempfang des Kirchenkreises Göttingen eröffnet. "Wir sind weithin verbunden in der Vielfalt und nutzen das Reformationsjubiläumsjahr als Doping“, sagte Dechant Wigbert Schwarze während der gemeinsamen Predigt mit Superintendent Friedrich Selter. Es gebe wichtigere Fragen, als ein gemeinsames Abendmahl. "Es geht darum, unserer Gesellschaft christliche Antworten zu geben, nicht evangelische oder katholische, sondern christliche", betonte Schwarze. Am Wort Gottes müsse die gemeinsame Position festgemacht werden.
Vor wenigen Jahrzehnten sei eine so enge Verbundenheit nicht vorstellbar gewesen, erinnerte Selter, sie erfülle ihn mit Dankbarkeit. "Ökumene haben wir nicht Menschen guten Willens zu verdanken, sondern Jesus Christus", sagte der Superintendent. "Durch Christus sind wir schon eins", fügte er hinzu. So müssten die Kirchen Botschafter der Versöhnung und Friedensbringer sein. "Nie wieder darf es Glaubenskriege geben, nie wieder soll Menschen die Liebe verwehrt werden, weil sie unterschiedlicher Konfession sind", erklärte Selter.
In Gebeten und Fürbitten wurde Gott um Vergebung gebeten für das Versagen der Konfessionen, ebenso aber auch Dank und Freude zum Ausdruck gebracht für das, was die Kirchen aneinander haben und was sie gemeinsam für das Zusammenleben in der Gesellschaft beitragen können. Die Göttinger Stadtkantorei unter Leitung von Bernd Eberhardt ließ unter anderem "Verleih uns Frieden" von Felix Mendelssohn-Bartholdy erklingen.
Die ACK in Göttingen ist ein Zusammenschluss über die konfessionellen Grenzen hinweg. Sie plant gemeinsame Veranstaltungen, führt diese durch und begleitet den interkonfessionellen Dialog in Südniedersachsen. Derzeit gehören der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Göttingen, die Katholische Kirche im Dekanat Göttingen, die Evangelisch-Reformierte Gemeinde Göttingen, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Martin-Luther-Gemeinde Göttingen, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Göttingen (Baptistengemeinde) und die Orthodoxe Kirchengemeinde St. Michaels zu Göttingen zur ACK. Einen Gaststatus haben die Freie Evangelische Gemeinde Göttingen, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten – Adventgemeinde Göttingen, die Griechische-Orthodoxe Gemeinde Göttingen, die Heilsarmee Göttingen, die Landeskirchliche Gemeinschaft Göttingen, die Neuapostolische Kirche – Gemeinde Göttingen und die Quäker Göttingen. Vorsitzender ist derzeit Superintendent Friedrich Selter.
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Bild: ao

Johannisempfang und Ökumenischer Versöhnungsgottesdienst

(20.06.2017) 2017 wird erstmals in der Geschichte der seit der Reformation getrennt lebenden Kirchen ein Jubiläum in ökumenischer Gemeinschaft gefeiert. Ein zentrales Ereignis dafür war der Buß- und Versöhnungsgottesdienst am 11. März 2017 in Hildesheim. In diesem Gottesdienst, der unter dem Stichwort "Healing of Memories" stand, wurden die Auswirkungen der beiden getrennt lebenden Kirchen bedacht.
Beim diesjährigen Johannisempfang des Kirchenkreises Göttingen am Sonnabend, dem 24. Juni 2017 um 11 Uhr in der St. Johanniskirche, wollen die Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Göttingen gemeinsam Gott um Vergebung bitten für das Versagen der Konfessionen, ebenso aber auch Dank und Freude zum Ausdruck bringen für das, was sie aneinander haben und was sie gemeinsam für das Zusammenleben beitragen können – hier in der Stadt und im Landkreis Göttingen.
Aus diesem Grund laden zum diesjährigen Johannisempfang nicht nur die Vorsitzende des Kirchenkreistages Gunda-Marie Meyer und Superintendent Friedrich Selter ein, sondern auch der Vorsitzende (Superintendent Friedrich Selter) und der stellvertretende Vorsitzende der ACK Göttingen, Dechant Wigbert Schwarze.
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Bild: St. Jacobi

Sichtlich evangelisch:
Die St. Jacobikirche und ihre Fenster von 1901

(15.06.2017) Für die Ausstellung "Sichtlich evangelisch: Die St. Jacobikirche und ihre Fenster von 1901", die seit März in St. Jacobi Göttingen zu sehen ist, gibt es ein interessantes Begleitprogramm. So ist am Sonntag, dem 18. Juni 2017 um 11.15 Uhr der Vortrag "Zwischen Luthertum und Mittelalter – die Neugestaltung der St. Jacobikirche von 1899-1901" von PD Dr. Christian Scholl. Am Sonntag, dem 23. Juli 2017, auch um 11.15 Uhr hält Pastor Harald Storz einen Vortrag über "die Menschen hinter den Fenstern: Superintendent Kayser, der Kirchenvorstand und die Stifter".
Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Juli 2017 täglich geöffnet (Mo-Do 11-16 Uhr, Fr-So 11-18 Uhr). Weitere Informationen zum Begleitprogramm finden Sie im downloadbaren FLYER.
Wichtige Ereignisse der Göttinger Reformationsgeschichte 1529/30 sind in den Fenstern im Südschiff der Kirche dargestellt. Das erste zeigt die Störung einer altgläubigen Prozession am Bartholomäustag 1529 durch die evangelisch gesinnten Wollenweber. Das zweite erinnert an die Einführung der Göttinger Kirchenordnung 1530. Ein drittes Fenster zeigte den Auszug der Mönche aus dem Paulinerkloster und den Einzug der Schüler ins Paedagogium (Vorgänger der Universität und des Max-Planck-Gymnasiums). Diese Ausstellung widmet sich diesen Fenstern und ist von der St. Jacobigemeinde selbst konzipiert und erstellt worden.
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Bild: Andreas Overdick

Der "Rote Renner" ist da!

(31.05.2017) Zurzeit wird er verteilt: Der "Rote Renner", das Herbst-Programmheft der Ev. Familien-Bildungsstätte. In Göttingen und dem Göttinger Umland ist er dann in vielen Arztpraxen, in Kirchengemeinden, in Apotheken, in Kindergärten und an vielen anderen Orten zu bekommen. Auch im Internet ist er unter www.fabi-goe.de zu finden.
Auf einhundert Seiten gibt es neben den bewährten, mehr als 180 Angeboten, wie den Eltern-Kind-Gruppen, den Kochkursen und den verschiedenen Sportgruppen viel Neues: So stehen ein Vortrag zur diesjährigen Documenta in Kassel, ein Großelternseminar und zwei Singabende mit Abendliedern auf dem Programm.
Alle Veranstaltungen finden vormittags, nachmittags oder abends statt. Auch an Wochenenden gibt es Angebote für alle Altersgruppen.
Besucht werden von August bis Dezember 2017 das Sepulkralmuseum in Kassel, wo man sich über Bestattungskulturen informieren und sich mit dem Thema Sterben, Tod und Totengedenken auseinandersetzen kann. Auch geht es für Eltern mit ihren Kindern wieder zur Feuerwehr, Polizei und zum Busbetriebshof.
Erweiterte Bürozeiten sollen in der Ev. Familien-Bildungsstätte dazu beitragen, dass die Anmeldungen reibungsloser verlaufen und zusätzlich Zeit für Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung steht. Ab Anfang August ist das Büro montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 11.30 Uhr und montags und donnerstags von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.
Für alle Kurse und Vorträge sind Anmeldungen erforderlich. Diese sind ab Dienstag, dem 6. Juni 2017 im Büro der Ev. Familien-Bildungsstätte, per Telefon (0551) 4886980 oder per E-Mail (fabi-goe@t-online.de) möglich.
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Bild: Johannes Förster

Gottesdienst zum Kirchentag

(29.05.2017) Der 36. Evangelische Kirchentag ist mit einem Gottesdienst in Wittenberg zu Ende gegangen. Zehntausende feierten auf den Elbwiesen unter strahlend blauem Himmel den Abschluss des fünftägigen Glaubensfestes. Mit dabei waren die neuen Glocken der St. Albani-Kirche, die den Schlussgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentages einläuteten.
In der kühlen St. Albanikirche konnte dies live verfolgt werden: Eingebettet in einen Gottesdienst mit Abendmahl, den Diakon Wolfgang Ziehe mit der Gemeinde feierte und der von seinem Kollegen Andreas Overdick musikalisch begleitet wurde, konnten dort Jung und Alt dem gottesdienstlichen Geschehen auf dem Kirchentagsgelände in Bild und Ton folgen. Ausgerechnet der Klang der Glocken war in der ARD-Fernsehübertragung aber leider nicht zu hören.
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Bild: Johannes Broermann, kpg

Reformationsausstellung
im Stadtmuseum

von Dr. Johannes Broermann,
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
bei der
Katholischen Kirche im Dekanat Göttingen

(18.05.2017
) In Göttingen setzt sich 1529 innerhalb kurzer Zeit die Reformation durch. Eine Sonderausstellung im Stadtmuseum beleuchtet das Ereignis.
Der "Englische Schweiß" wütet 1529 in Europa, zahlreiche Menschen sterben an der Seuche. Da beschließt der Göttinger Stadtrat, bei einer Prozession um Schutz und Gottes Hilfe zu beten. So ziehen am 24. August die Bürger von Kirche zu Kirche.
Doch plötzlich kommt es zu einem Tumult: Eine Gruppe um die "Neuen Wollenweber" beginnt lauthals, ein Kirchenlied Martin Luthers auf Deutsch zu singen. Die Wollenweber waren gut 40 Jahre zuvor wegen ihrer handwerklichen Fähigkeiten angeworben worden. Allerdings blieben sie rechtlich und sozial benachteiligt.
Wollenweber ersingen "neuen Glauben"
Im weiteren Verlauf versucht die Gruppe mehrfach, die Prozession zu stören und wird wohl erst durch ein alles übertönendes Orgelspiel in der Paulinerkirche gestoppt. Dennoch setzt sich innerhalb weniger Wochen die Reformation durch, immerhin ohne gewaltsame Ausschreitungen. Im Oktober wird der erste Gottesdienst nach "neuem Glauben" gefeiert, wieder in der Paulinerkirche.
Das Ereignis und seine Folgen stehen im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Stadtmuseum. Auf einem leuchtenden Stadtplan kann der Prozessionsweg nachvollzogen werden. Zu sehen sind bisher noch nie gezeigte Objekte, wie die neue Kirchenordnung aus dem Jahr 1531 mit einem Vorwort Luthers. Zu den Ausstellungsstücken gehört auch ein Bierkrug mit Luther und Melanchthon. Sein Besitzer konnte so ein öffentliches Bekenntnis zur neuen Lehre ablegen.
Auch die politischen, kulturellen und religiösen Bedingungen, unter denen die Menschen damals handelten, werden thematisiert. Dafür wurde die ständige Sammlung zur Kirchenkunst in ein neues Licht gesetzt. Expertenstimmen erläutern an Audiostationen einzelne Stücke. Wertvolle sakrale Objekte wie Kelche zeugen vom Denken und Handeln der Menschen - vor und nach der Reformation.
Zu sehen ist "1529. Aufruhr und Umbruch" bis 31. Dezember dienstags bis freitags zwischen 10 und 17 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr im Stadtmuseum Göttingen (Ritterplan 7/8). Der Eintritt kostet 5 Euro. Vom 9. September bis 19. Oktober zeigt das Museum zusätzlich die Wanderausstellung "Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten" als Leihgabe der Evangelischen Kirche für Hessen und Nassau.
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Bild: Landeskirche Hannovers

Wahlalter für die Wahl der Kirchenvorstände auf 14 Jahre gesenkt

(08.05.2017 • Landessynode) Mit einer Verfassungsänderung hat die Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in ihrer Sitzung am 6. Mai 2017 das Alter für das aktive Wahlrecht für die Wahl der Kirchenvorstände von 16 auf 14 Jahre gesenkt.
In der Begründung heißt es: "Jugendliche sind nach Vollendung des 14. Lebensjahres religionsmündig. Die Landeskirche hat den Anspruch, diesen Jugendlichen zu signalisieren, dass sie als Mitglieder in der Kirche willkommen sind und dass sie eingeladen sind, sich aktiv in die kirchliche Arbeit einzubringen. Nach der Konfirmation dürfen sie z.B. ein Patenamt übernehmen. Daher sollte es auch möglich sein, dass sie sich bereits in diesem Alter an der Wahl zum Kirchenvorstand beteiligen."
Jugendlichen solle die Teilnahme am demokratischen Prozess früher ermöglicht werden. Ab 14 Jahren setze oft das ehrenamtliche Engagement ein.
Der Präsident der Landessynode, Dr. Matthias Kannengießer, sagt: "Es ist ein schönes Signal, dass die Jugendsynode 2015 eine weitere Wirkung zeigt. Dort haben wir intensiv über das Ehrenamt diskutiert, das alle Altersgruppen gleichermaßen betrifft. Die Absenkung des Wahlalters ist ein Erfolg für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendsynode und die Jugenddelegierten in der Landessynode ."
Landesbischof Ralf Meister sagt: "Ich freue mich über dieses Signal der Landessynode. Es ist gut, die Verantwortungsbereitschaft 14- und 15-jähriger ernst zu nehmen. Und damit sind die Kirchenvorstände aufgerufen, sich noch intensiver als bisher mit den Bedürfnissen der Jugendlichen auseinanderzusetzen."
Die nächste Wahl der Kirchenvorstände ist am 11. März 2018. Durch die Absenkung des aktiven Wahlrechtes von 16 auf 14 Jahren erhöht sich die Gesamtzahl der Wahlberechtigten um geschätzt ca. 29.000 Mitglieder. Das passive Wahlrecht bleibt bei 18 Jahren.
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