Kirchenkreis Göttingen

Informationen und Termine aus Kirchenkreis, Gemeinden, Einrichtungen, Gruppen und Kreisen.

1450863728.xs_thumb-
1496042072.medium_hor

Bild: Johannes Förster

Gottesdienst zum Kirchentag

(29.05.2017) Der 36. Evangelische Kirchentag ist mit einem Gottesdienst in Wittenberg zu Ende gegangen. Zehntausende feierten auf den Elbwiesen unter strahlend blauem Himmel den Abschluss des fünftägigen Glaubensfestes. Mit dabei waren die neuen Glocken der St. Albani-Kirche, die den Schlussgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentages einläuteten.
In der kühlen St. Albanikirche konnte dies live verfolgt werden: Eingebettet in einen Gottesdienst mit Abendmahl, den Diakon Wolfgang Ziehe mit der Gemeinde feierte und der von seinem Kollegen Andreas Overdick musikalisch begleitet wurde, konnten dort Jung und Alt dem gottesdienstlichen Geschehen auf dem Kirchentagsgelände in Bild und Ton folgen. Ausgerechnet der Klang der Glocken war in der ARD-Fernsehübertragung aber leider nicht zu hören.
1450863728.xs_thumb-
1495614341.medium_hor

Bild: Lehrstuhl für Praktische Theologie/Theol. Fakultät

Gastvortrag im Theologicum

(24. Mail 2017) Am Freitag, dem 9. Juni 2017 ist um 16 Uhr im Theologicum Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 2, im Raum T0.136 ein Gastvortrag von Canon Dr. George Lings, Domherr der Sheffield-Kathedrale in Großbritannien.
Lings ist Experte für die sogenannte "fresh expressions of church" in England. Mit diesem Begriff wird dort in der Anglikanischen und der Methodischen Kirche eine wachsende Bewegung bezeichnet, in der neue christliche Projekte, Initiativen und auch Gemeinden gegründet werden. Diese sollen Menschen erreichen, die von der herkömmlichen kirchlichen Arbeit nicht erreicht werden.
Diese Initiativen, etwa Café-Gemeinden oder Projekte für benachteiligte Jugendliche, werden von den Kirchen stark unterstützt, weil sie als "neue Ausdrucksformen von Kirche" – eben: fresh expressions of church – gelten.
Der Vortrag von Lings wird sich mit der Frage befassen, wie die neuen Gemeinden und Initiativen sich auf den "context", auf das soziale Umfeld und die besonderen Erwartungen und Bedürfnisse der Kirchenfernen einlassen: "How contextual are fresh expressions of church"?
1450863728.xs_thumb-

Albani-Glocken läuten in Wittenberg

(22.05.2017) Bevor die neuen Glocken der St. Albani-Kirche am Sonntag, dem 29. Oktober 2017 (Sontag vor dem Reformationstag) zum ersten Mal in Göttingen läuten, machen sie einen Umweg über Wittenberg. Dort werden sie am Sonntag, dem 28. Mai 2017 den Schlussgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentages mit ihrem Geläut begleiten, der von kommenden Mittwoch an in Berlin und Wittenberg stattfinden wird. Der Gottesdienst wird in der St. Albani-Kirche ab 11.15 Uhr live übertragen. Das "Probeläuten" in Wittenberg ist schon jetzt hier zu sehen und zu hören:

1450863728.xs_thumb-
1495193155.medium_hor

Bild: Johannes Broermann, kpg

Reformationsausstellung
im Stadtmuseum

von Dr. Johannes Broermann,
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
bei der
Katholischen Kirche im Dekanat Göttingen

(18.05.2017
) In Göttingen setzt sich 1529 innerhalb kurzer Zeit die Reformation durch. Eine Sonderausstellung im Stadtmuseum beleuchtet das Ereignis.
Der "Englische Schweiß" wütet 1529 in Europa, zahlreiche Menschen sterben an der Seuche. Da beschließt der Göttinger Stadtrat, bei einer Prozession um Schutz und Gottes Hilfe zu beten. So ziehen am 24. August die Bürger von Kirche zu Kirche.
Doch plötzlich kommt es zu einem Tumult: Eine Gruppe um die "Neuen Wollenweber" beginnt lauthals, ein Kirchenlied Martin Luthers auf Deutsch zu singen. Die Wollenweber waren gut 40 Jahre zuvor wegen ihrer handwerklichen Fähigkeiten angeworben worden. Allerdings blieben sie rechtlich und sozial benachteiligt.
Wollenweber ersingen "neuen Glauben"
Im weiteren Verlauf versucht die Gruppe mehrfach, die Prozession zu stören und wird wohl erst durch ein alles übertönendes Orgelspiel in der Paulinerkirche gestoppt. Dennoch setzt sich innerhalb weniger Wochen die Reformation durch, immerhin ohne gewaltsame Ausschreitungen. Im Oktober wird der erste Gottesdienst nach "neuem Glauben" gefeiert, wieder in der Paulinerkirche.
Das Ereignis und seine Folgen stehen im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Stadtmuseum. Auf einem leuchtenden Stadtplan kann der Prozessionsweg nachvollzogen werden. Zu sehen sind bisher noch nie gezeigte Objekte, wie die neue Kirchenordnung aus dem Jahr 1531 mit einem Vorwort Luthers. Zu den Ausstellungsstücken gehört auch ein Bierkrug mit Luther und Melanchthon. Sein Besitzer konnte so ein öffentliches Bekenntnis zur neuen Lehre ablegen.
Auch die politischen, kulturellen und religiösen Bedingungen, unter denen die Menschen damals handelten, werden thematisiert. Dafür wurde die ständige Sammlung zur Kirchenkunst in ein neues Licht gesetzt. Expertenstimmen erläutern an Audiostationen einzelne Stücke. Wertvolle sakrale Objekte wie Kelche zeugen vom Denken und Handeln der Menschen - vor und nach der Reformation.
Zu sehen ist "1529. Aufruhr und Umbruch" bis 31. Dezember dienstags bis freitags zwischen 10 und 17 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr im Stadtmuseum Göttingen (Ritterplan 7/8). Der Eintritt kostet 5 Euro. Vom 9. September bis 19. Oktober zeigt das Museum zusätzlich die Wanderausstellung "Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten" als Leihgabe der Evangelischen Kirche für Hessen und Nassau.
1450863728.xs_thumb-
1494918858.medium_hor

Bild: Stefan Kordes

Bachs Orgelmesse in St. Jacobi

(15.05.2107) Im diesjährigen Rahmenprogramm der Internationalen Händelfestpiele erklingt am Freitag, dem 19. Mai 2017, um 18 Uhr Johann Sebastian Bachs Orgelmesse in der St. Jacobikirche in Göttingen. Den Beginn darin macht das festliche Präludium in Es-Dur. Es folgen Choralbearbeitungen zu Kyrie und Gloria sowie zu Luthers Katechismus und die Fuge in Es-Dur über drei Themen. Diese Messe gehört zu den wenigen, die Bach selbst für den Druck freigegeben hat – für ihn eine seiner wichtigsten Kompositionen. Sie liefert die verschiedenen Kompositionsformen, wie kunstvolle fünfstimmige Kanons, verspielte Duette und Trios, kleine Fughetten bis hin zu Stücke für vier Manualstimmen und Doppelpedal.
In den letzten Jahren vor seinem Tod stellte Bach seine bedeutendsten Stücke zusammen, um sie für die Nachwelt zu erhalten. So entstanden auch die h-Moll-Messe und die Kunst der Fuge.
Diese selten zu hörende Orgelmesse wird gespielt von Kantor Stefan Kordes, die Schola St. Jacobi singt unter Leitung von Arne zur Nieden die Choräle. Prof. Dr. Christian Polke gibt eine Einführung zu Luthers Liedern.
Dieser Abend ist der Höhepunkt der Reihe "Luthers Lieder", die die St. Jacobi-Kantorei im Rahmen der Feierlichkeiten zu 500 Jahre Reformation im Jahr 2017 durchführt. Das Konzert dauert mit Pause etwa zweieinhalb Stunden.
1450863728.xs_thumb-
1494226999.medium_hor

Bild: Landeskirche Hannovers

Wahlalter für die Wahl der Kirchenvorstände auf 14 Jahre gesenkt

(08.05.2017 • Landessynode) Mit einer Verfassungsänderung hat die Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in ihrer Sitzung am 6. Mai 2017 das Alter für das aktive Wahlrecht für die Wahl der Kirchenvorstände von 16 auf 14 Jahre gesenkt.
In der Begründung heißt es: "Jugendliche sind nach Vollendung des 14. Lebensjahres religionsmündig. Die Landeskirche hat den Anspruch, diesen Jugendlichen zu signalisieren, dass sie als Mitglieder in der Kirche willkommen sind und dass sie eingeladen sind, sich aktiv in die kirchliche Arbeit einzubringen. Nach der Konfirmation dürfen sie z.B. ein Patenamt übernehmen. Daher sollte es auch möglich sein, dass sie sich bereits in diesem Alter an der Wahl zum Kirchenvorstand beteiligen."
Jugendlichen solle die Teilnahme am demokratischen Prozess früher ermöglicht werden. Ab 14 Jahren setze oft das ehrenamtliche Engagement ein.
Der Präsident der Landessynode, Dr. Matthias Kannengießer, sagt: "Es ist ein schönes Signal, dass die Jugendsynode 2015 eine weitere Wirkung zeigt. Dort haben wir intensiv über das Ehrenamt diskutiert, das alle Altersgruppen gleichermaßen betrifft. Die Absenkung des Wahlalters ist ein Erfolg für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendsynode und die Jugenddelegierten in der Landessynode ."
Landesbischof Ralf Meister sagt: "Ich freue mich über dieses Signal der Landessynode. Es ist gut, die Verantwortungsbereitschaft 14- und 15-jähriger ernst zu nehmen. Und damit sind die Kirchenvorstände aufgerufen, sich noch intensiver als bisher mit den Bedürfnissen der Jugendlichen auseinanderzusetzen."
Die nächste Wahl der Kirchenvorstände ist am 11. März 2018. Durch die Absenkung des aktiven Wahlrechtes von 16 auf 14 Jahren erhöht sich die Gesamtzahl der Wahlberechtigten um geschätzt ca. 29.000 Mitglieder. Das passive Wahlrecht bleibt bei 18 Jahren.
1450863728.xs_thumb-
1493982631.medium_hor

Bild: Universitätsverlag Göttingen

Vortrag und Buchvorstellung „sichtlich evangelisch“ in St. Jacobi

(05.05.2017) Anlässlich der Ausstellung "Sichtlich evangelisch" ist nach dem Gottesdienst am Sonntag, dem 21. Mai 2017 um 11.15 Uhr ein Vortrag über die Glasmalwerkstatt Henning & Andres. Außerdem wird der Katalog zur Ausstellung präsentiert, die die St. Jacobigemeinde selbst konzipiert und erstellt hat. Im Vortrag berichtet Pastor Harald Storz über den Glasmaler Hubert Henning (1859-1940) und die Werkstatt Henning & Andres, die die Fenster im Chorraum St. Jacobi geschaffen haben. Bis heute sind in über 100 Kirchen Fenster aus dieser hannoverschen Werkstatt zu sehen, auch im Raum Göttingen (St. Albani, St. Johannis, St. Marien, St. Petri Weende, Harste, Nörten-Hardenberg, Northeim, Einbeck) und im Eichsfeld. Die Arbeiten zeigen ein großes kunsthandwerkliches Können und eine beachtliche stilistische Vielfalt von der Neoromanik und -gotik bis zum Neobarock.
"Der vorliegende Katalog stellt diese Fenster zum ersten Mal in umfassender Weise vor. Er erschließt ihre Entwurfsgeschichte, ihr theologisches und künstlerisches Programm sowie ihre gestalterische Ausführung. Weiterführende Beiträge widmen sich der historistischen Renovierung der Jacobikirche, in deren Zusammenhang die Fenster entstanden, sowie dem Schaffen der bedeutenden Hannoveraner Glasmalwerkstätten Henning & Andres sowie Lauterbach & Schröder, das hier erstmals für die Forschung erschlossen wird." (aus dem Klappentext des Kataloges)
1450863728.xs_thumb-
1493723646.medium_hor

Bild: Indra von der Heyde

20 Jahre "Canto Allegro"

(02.05.2017) Am 19. Mai 2017 um 19.30 Uhr in der Baptistengemeinde Göttingen, Bürgerstraße 14, und am 20. Mai 2017 um 18 Uhr in der Kirche in Groß Lengden gibt es wieder Konzerte mit dem Chor "Canto Allegro".
Vor 20 Jahren gründeten junge Erwachsene aus Groß und Klein Lengden diesen Kirchenchor. Sie wollten es den Kindern und Jugendlichen aus Groß Lengden gleichtun, die mit dem Jugendchor "Glory Singers" und der Kindersinggruppe das Gemeindeleben bereicherten.
Diese drei Chöre werden von der Kirchenmusikerin Ona Stoertz geleitet. Ihr ist es zu verdanken, dass sich "Canto Allegro" über die Jahre hinweg weiterentwickeln konnte. Musikalisch selbstbewusst präsentieren die Sängerinnen und Sänger ihr Programm. Das Repertoire reicht von modernen christlichen Liedern über klassische Stücke bis hin zur Gospelmusik. Für die ungefähr 30 Chormitglieder ist neben der Freude am Singen auch die Gemeinschaft untereinander ein wesentlicher Bestandteil ihrer Motivation.
Neben den wöchentlichen Proben findet einmal im Jahr eine Chorfreizeit statt, bei der die Konzerte intensiv vorbereitet werden. Aber auch die Teilnahme an Kirchenkreis-Projekten, das gemeinsame Singen mit befreundeten Chören und die musikalische Gestaltung von besonderen Gottesdiensten sind dem Chor wichtig.
1450863728.xs_thumb-
1493720027.medium_hor

Bild: Gemeindebriefredaktion Quintus

Himmelfahrt in Hottenrode

(02.05.2017) Am 25. Mai 2017 ist um 10 Uhr der traditionelle Himmelfahrtsgottesdienst in Hottenrode. Christen aller Konfessionen aus der Region Friedland feiern ihn gemeinsam mit Christen aus dem benachbarten Bundesländern Hessen und Thüringen.
Musikalisch gestaltet wird dieser Gottesdienst von den Bläserchören der Region und dem ökumenischen Kirchenchor Friedland. Mitwirken wird auch Pastor Philipp Hocher aus Reiffenhausen. Die Predigt hält Superintendent Andreas Piontek, der den um das Eichsfeld vergrößerten Kirchenkreises Mühlhausen leitet: "Es ist ein besonderer Anlass, an diesem besonderen Ort im Drei-Länder-Eck mit der damit auch mitunter verbundenen leidvollen Geschichte der Trennung zu predigen. Wie groß ist bei mir doch immer noch die Freude, dass wir die Teilung Deutschlands überwunden haben."
Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es ein gemütliches Beisammensein bei einer Suppe aus dem Johanniterhaus Heiligenstadt und Getränken. Der Veranstalter bittet Löffel und Teller mitzubringen.
1450863728.xs_thumb-
1493718088.medium_hor

Bild: Göttinger Stadtkantorei

"Luther in Worms" in St. Johannis

(02.05.2017) Am Sonntag, dem 21. Mai 2017 gibt es um 19 Uhr in der Göttinger St. Johanniskirche, Johanniskirchhof, ein besonderes Konzert mit der Göttinger Stadtkantorei. Im Rahmen der diesjährigen Internationalen Händelfestspiele wird das Oratorium "Luther in Worms" für vier- bis achtstimmigen Chor, fünf Solisten und Sinfonieorchester von Ludwig Meinardus aufgeführt.
Dieses letzte Oratorium des Komponisten Meinardus aus dem Jahr 1872 erlangte in seiner Zeit große Popularität. Im Jahr 1883, zum 400. Geburtstag Martin Luthers, gab es in fast allen protestantischen Städten Deutschlands Aufführungen, in Göttingen unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Eduard Hille. Im 20. Jahrhundert verschwand das Werk aus dem Blickfeld der Aufführungsverantwortlichen, bis es die Göttinger Musikwissenschaftlerin Christa Kleinschmidt wiederentdeckte, und die Göttinger Stadtkantorei unter der Leitung von Hermann Amlung es 1983 wiederaufführte. Dieses Konzert wurde damals vom NDR im Radio übertragen.
"Stilistisch ist das Werk sowohl klanglich als auch formal stark von Mendelssohn beeinflusst", so Kleinschmidt. Die Musik "trägt alle Merkmale der Spätromantik. Ihre Stilelemente sind romantischer Lyrismus, eine dem Historismus entspringende polyphone Schreibweise und ein von Wagner beeinflusster Orchesterklang." Was dieses Oratorium herausragen lässt, ist die dramatische Konzeption, die konsequent durchgehalten wird und dem Werk einen spannungsgeladenen Handlungsfaden verleiht.
Unter der Leitung von Bernd Eberhardt singen Stephanie Henke (Sopran, siehe Foto), Anna Haase (Mezzosopran), Clemens Löschmann (Tenor), Andreas Scheibner (Bariton), Jürgen Orelly (Bass) und die Göttinger Stadtkantorei. Die instrumentale Begleitung übernimmt das Göttinger Symphonie Orchester.
Zu diesem Werk gibt es am Mittwoch, dem 17. Mai 2017 um 20 Uhr im Gemeindesaal der St. Johannisgemeinde Göttingen eine Werkeinführung. Bernd Eberhardt erklärt den Aufbau anhand von Hörbeispielen, die einen Vorgeschmack auf das Konzert geben sollen.
Weitere Posts anzeigen