Kirchenkreis Göttingen

Informationen und Termine aus Kirchenkreis, Gemeinden, Einrichtungen, Gruppen und Kreisen.

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Bild: Helge Meyn-Hellberg

#Religramme –
Gesichter der Religionen

Ausstellung im Max-Planck-Gymnasium Göttingen am 9. Januar 2018 eröffnet
von Helge Meyn-Hellberg, Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen
(12.01.2018) "Es geht im Dialog der Religionen nicht darum, den anderen zum eigenen Glauben zu bekehren, sondern mit Hilfe des Geistes gemeinsam zu lernen und für den Frieden in der Welt zu arbeiten," so ein Mönch aus dem katholischen Trappistenkloster im algerischen Atlasgebirge. Seine Worte passen auch als Überschrift zur Ausstellung #Religramme – Gesichter der Religionen, die vom 9. Januar bis zum 7. Februar in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums, Theaterplatz 10, 37073 Göttingen zu sehen ist.
Gemeinsam haben Evangelische Studierendengemeinde, der Runde Tisch der Abrahamreligionen (Judentum, Christentum und Islam) und das Max-Planck-Gymnasium die Ausstellung nach Göttingen geholt. Konzipiert wurde sie 2016 vom "Haus kirchlicher Dienste" der hannoverschen Landeskirche. Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, kirchlicher Islambeauftragter, ist der Anstoßgeber der Ausstellung. "Sie zeigt 20 Menschen aus Niedersachsen, die zu ganz unterschiedlichen Religionen gehören", so der Pastor und Islamexperte. Ihm sei an den vorherigen Ausstellungsorten aufgefallen, dass vor allem die Angehörigen kleinerer Religionen, wie dem Jesidentum, besonders von der Gestaltung berührt seien. Zeigen die Informationsfolien doch die Religionen in gleicher Darstellungsgröße nebeneinander. Nur wenige Meter entfernt findet sich so neben dem Portrait einer serbisch-orthodoxen Christin die Lebens- und Glaubensgeschichte eines Hindus. Friedrich Selter, Superintendent des Kirchenkreises Göttingen, freut sich über die #Religramme: "Es sind die aussagekräftigen Charakteristika der einzelnen Religionen wunderbar ins Bild gerückt", so der leitende Geistliche im Gespräch mit den Studentinnen Wienke Meyer und Johanna Schnute, die charmant die Vernissage moderierten. Für Dr. Wolfgang Schimpf, Direktor des Max-Planck-Gymnasiums, ist der Veranstaltungsort der #Religramme glücklich gewählt. Dadurch sei die Einbindung in den Religionsunterricht gut möglich. Auch stehe sie zum Besuch von Schulklassen anderer Schulen und für Konfirmandengruppen offen. Insbesondere dankte der Schulleiter seiner Kollegin Angelika Teichmann. Die Lehrerin für katholische Religion hat sich für die Ausstellung eingesetzt. Gemeinsam mit Dr. Eva Jain, Studierendenpastorin in der Universitätsstadt, hat sie die Schulaula für die Ausstellung organisiert, zur Vernissage geladen und ein vielseitiges Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Es reicht von Podiumsdiskussionen, über einen interreligiösen Poetry-Slam und ein Kalenderprojekt mit der Muslimischen Hochschulgruppe bis zu einem interreligiösen Abend mit Synagogen-, Kirchen- und Moscheebesuch. Ein Vortrag von Ali Özgür Özdil, angeboten von der Muslimischen Hochschulgruppe, stieß am 10. Januar mit rund 150 Zuhörenden bereits auf sehr gute Resonanz. Die "lange Nacht der offenen Gotteshäuser" findet statt am 25. Januar und ist einer der Höhepunkte. Der Eintritt zu den #Religrammen ist kostenlos. Alle weiteren Infos, auch zum virtuellen Besuch der Ausstellung finden sich hier: http://www.gesichter-der-religionen.de/ausstellung/goettingen
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Bild: Hospz an der Lutter

Hospiz an der Lutter in neuen Räumen

(10.01.2018) Das Hospiz an der Lutter zieht vom Weender Krankenhaus in neue Räume im Krankenhaus Neu-Mariahilf an der Humboldtallee. Nachdem die Bauarbeiten beendet wurden, ist das Ambulante Hospiz und die Verwaltung Ende vergangenen Jahres umgezogen. Ab dem 15. Januar 2018 hat auch das Stationäre Hospiz sein Domizil in der Humboldtallee.
"Der Umzug ist notwendig geworden, weil Haus 3 des Weender Krankenhauses einem Neubau weichen soll, in den die Abteilung Pneumologie und das Schlaflabor aus Lenglern zieht", sagt Regina Bauer, Leiterin vom Stationären Hospiz an der Lutter.
Das Hospiz als Lebensort:
"Zeit und Raum und Ruhe"

Hospiz bedeutet übersetzt Herberge. Es ist eine Herberge für Menschen, die durch eine unheilbare Krankheit in ihre letzte Lebensphase gekommen sind und zu Hause nicht versorgt werden können. Das Stationäre Hospiz ist ein Ort der Selbstbestimmung und Geborgenheit.
Das Hospiz an der Lutter begleitet Menschen in der letzten Lebensphase und ist für deren Angehörige und Freunde da. Träger ist der Verein Diakonissen Mutterhaus Ariel (Zöcklersche Anstalten) und Hospiz an der Lutter e.V.
Weitere Informationen unter www.hospiz-goettingen.de
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Bild: #Religramme

#Religramme –
Gesichter der Religionen

Ausstellung im Max-Planck-Gymnasium Göttingen
(04.01.2018) "Je vielfältiger und bunter die Welt der Religionen wird, umso wichtiger ist es, dass wir einander kennen lernen" so das Eingangsstatement der Interaktiven Wanderausstellung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers "#Religramme – Gesichter Religionen", die vom 9. Januar bis zum 7. Februar 2018 in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums, Theaterplatz 10 in Göttingen zu sehen ist.
Auf neuartige und weltweit einzigartige Weise bieten die "#Religramme" Gelegenheit, unkompliziert, fundiert und authentisch etwas über die sechs großen Religionen Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam, Judentum und Jesidentum zu erfahren, sowie mit Angehörigen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften real und virtuell in Kontakt zu treten. Möglich wird dies durch die von Prof. Dr. Wolfgang Reinbold erarbeitete Konzeption, die auf drei Komponenten basiert: Der reale Ausstellungskorpus besteht aus den Portraits von zwanzig niedersächsischen Frauen und Männern – darunter auch ein Einwohner Göttingens – die sich und ihre Religion vorstellen. In Statements erzählen sie von ihrem Glauben und welche Bedeutung er für ihren Alltag hat. Dazu sind Gegenstände aus unterschiedlichen Religionen ausgestellt, es gibt Originaltöne zu hören, sowie interaktive Stationen. Die zweite Komponente existiert im virtuellen Raum: Auf Instagram unter #religramme_ausstellung kann mit den Portraitierten und den Religionsgemeinschaften Kontakt aufgenommen, Bilder gepostet oder Fragen gestellt werden. Die dritte Komponente ist das begleitende Rahmenprogramm. Sein Ziel ist, Raum zu geben für ein Kennenlernen der Religionen in der eigenen Stadt und Region. Es bietet reale interreligiöse Begegnungen und Diskurse über Religion in unserer Gesellschaft. In Göttingen hat die Ausstellung viele Menschen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften dazu angeregt, miteinander und füreinander das Rahmenprogramm zu gestalten.
Veranstalter von "#Religramme – Gesichter der Religionen" sind die Evangelische Hochschul- und Studierendengemeinde (ESG) und das Max-Planck Gymnasium in Kooperation mit dem Runden Tisch der Abrahamreligionen, offiziell mitgetragen vom Landkreis Göttingen, der Stadt Göttingen, dem Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen und dem Evangelischen Studienhaus (eshg), unterstützt von der Katholischen Hochschulgemeinde (khg) und der Universität Göttingen.
Schirmherren des Projekts sind Ministerpräsident Stephan Weil und Landesbischof Ralf Meister.
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Bild: Helge Meyn-Hellberg

Strahlkraft für die Stadt
und den ganzen Kirchenkreis

"Forum Kirche und Diakonie" soll ab Sommer 2018 an der Marienkirche Göttingen entstehen
von Helge Meyn-Hellberg, Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen
Spätherbstwetter über Göttingen, Regen, ein unbefestigter Parkplatz hinter der Marienkirche. Südrand der Innenstadt, beste Citylage eigentlich, aber eine wenig ansehnliche Fläche. Das will der Kirchenkreis Göttingen ändern. Entstehen soll hier, fußläufig zum Bahnhof, Busbahnhof und der City ab Sommer 2018 das "Forum Kirche und Diakonie". In ihm sollen viele der kirchlich-diakonischen Einrichtungen, die sich bisher über das Stadtgebiet verteilen, zusammengefasst werden. Superintendent Friedrich Selter verspricht sich davon eine größere Sichtbarkeit und eine bessere Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie. Die Investitionssumme beträgt ca. 7,2 Millionen Euro. Nachdem der Kirchenkreistag Göttingen Ende November seine Zustimmung gegeben hat, soll der Bau nächstes Jahr beginnen. Das ca. 2700 Quadratmeter große Grundstück, eingerahmt von der traditionsreichen St. Marienkirche, der "Kommende", dem historischen Sitz des Deutschen Ordens, und einem Parkhaus, gehört der Kirche. Richtung Innenstadt grenzt das Gemeindehaus der Marienkirche an. Dorthin ist auch kürzlich die Drogenberatungsstelle umgezogen. Damit ist sie als erste Beratungsstelle des Diakonieverbandes vor Ort. Für Markus Wackernagel, Pastor an der Marienkirche, ist dieser kleine Schritt richtungsweisend. Seine Gemeinde wolle ihr diakonisches Profil stärken, das passe gut zu den Forumsplanungen. Dass zudem mit der Drogenberatung der von der Mariengemeinde nicht mehr benötigte Platz nun der sozialen Arbeit in der Stadt zu Gute komme, sei ein gutes Zeichen. Das sei, nicht zuletzt im Sinne eines effektiven Gebäudemanagements, auch finanziell sinnvoll. Das unterstreichen Superintendent Friedrich Selter und die Leiterin des Kirchenkreisamts, Christina Klett, für noch größere Zusammenhänge. So seien bisher für sämtliche diakonischen Einrichtungen Mieten auf dem freien Markt zu entrichten. Diese Kosten würden durch den Bau eines kircheneigenen Gebäudes wegfallen. Damit würden sich langfristig die Investitionskosten amortisieren und das Gebäude in der weiteren Zukunft Geld erwirtschaften.
Angeordnet werden soll es u-förmig auf der bisherigen Parkplatzfläche. Die Möglichkeit von Westen aus über das Grundstück Richtung Innenstadt zu gelangen wird weiterbestehen. Beste Voraussetzung für einen einladenden Begegnungscharakter. Dort wird dann auch die Evangelische Familienbildungsstätte zu finden sein. Der Diakonieverband Göttingen zieht das Migrationszentrum, die Kirchenkreissozialarbeit mit der Demenzhilfe, die Evangelische Lebensberatung Göttingen, die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention und die Verwaltungsstelle des Verbandes hierhin um. Die Diakonie Christophorus will acht Wohnräume einrichten, in denen Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf selbständig wohnen können. "Viele unserer Einrichtungen sind bislang in der Stadt verstreut", meint Superintendent Selter, "an diesem zentralen Standort werden wir als diakonische Kirche im Herzen der Stadt sichtbar." Räume des Gebäudes auch an private Nutzer, beispielsweise an einen Gastronomiebetrieb, zu vermieten, ermögliche es, zukünftig flexibel auf den kirchlichen und diakonischen Bedarf zu reagieren. Karin Wendelborn, die als Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte mit ihrer Einrichtung einziehen wird, freut sich, bestehende Synergien, wie im Fall Migrationszentrum schon gegeben, künftig noch effektiver und ortsnäher zu entwickeln. Sie betont, dass das Forum ein idealer Ort sei, um miteinander und voneinander zu lernen und neue, bedarfsorientierte Projekte zu entwickeln.
Vorbeugen will Superintendent Selter dem Eindruck, die Kirche investiere lediglich in der Stadt, vergesse darüber aber das Land. So zeige die Nachfrage nach den Angeboten der Familienbildungsstätte, dass rund 1/3 der Besucher aus dem Landkreis und nicht aus dem Göttinger Stadtgebiet kämen, macht der leitende Geistliche klar. Auch die Angebote der Diakonie richteten sich in etwa gleichem Proporz an Bewohner aus dem ganzen Landkreis, egal ob mit oder ohne kirchliche Bindung. Dies entspreche ziemlich exakt der Verteilung der Kirchengemeinden im Kirchenkreis. Peter Friele, Leiter der Bauabteilung im Kirchenkreisamt, hob dazu die großen Investitionsvolumina in vielen Dorfkirchen hervor. Dort, wo restauriert und renoviert werde, gingen die Investitionen schnell in die mehrfachen 100-Tsd. Euro. In den zurückliegenden Jahren und auch im kommenden Jahr seien jeweils deutlich über 1. Mio. € in die Sanierung von Sakralgebäuden geflossen, bzw. würden fließen. Er hoffe, dass der Baugrund einen schnellen Baufortschritt ermögliche, dann könne 2020 Einzug gefeiert werden, formulierte der Baufachmann des Kirchenkreises bei der Vorstellung des Modells.

Das Foto zeigt bei KLICK das Modell des "Forums Diakonie und Kirche" in Göttingen und von links: Wolfgang Stoffel (Aufsichtsratsvorsitzender Diakonie Christophorus), Christina Klett (Leiterin Kirchenkreisamt Göttingen-Münden), Superintendent Friedrich Selter, Peter Friele (Kirchenkreisamt Göttingen-Münden, Leiter der Liegenschaftsabteilung und Projektleitung) und Karin Wendelborn (Leiterin Ev. Familien-Bildungsstätte).

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Bild: Hannah Tinnefeld

Der besondere Adventkalender

(30.11.2017) Oft ist es schwer, in einem Krankenhaus zu erkennen, dass die Adventszeit beginnt. Aus diesem Grund haben sich die Mitarbeitenden der Klinikseelsorge der Universitätsmedizin Göttingen Gedanken darüber gemacht, wie der Andachtsraum adventlich geschmückt werden kann. Ein Ergebnis ist ein Adventkalender (siehe Foto), der im Vorraum des Andachtsraumes stehen wird. In ihm ist für jeden Tag der Adventszeit eine Seite gestaltet. Er lädt zum Verweilen und zur Besinnung ein. Jeden Tag gibt es eine Anregung zur Tagesgestaltung oder einen Impuls durch ein Zitat. Am Nikolaustag gibt es zusätzlich eine kleine Überraschung.
Die Idee zum Kalender hatten alle Mitarbeitenden der Einrichtung, die Gestaltung hat Hannah Tinnefeld übernommen, die zur Zeit Praktikantin in der Evangelischen Klinikseelsorge ist. Im Rahmen ihres Studiums der Evangelischen Theologie verschafft sie sich einen Eindruck über das Arbeitsfeld der Klinikseelsorge.
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Bild: Elena, im 2. Ausbildungsjahr bei Sartorius, sammelt eine Woche Eindrücke bei der Tafel | Foto: Stephan Eimterbäumer, kda

"Wie eine Weltreise, auf der du
deinen Horizont erweiterst"

Als Mechatronikerin bei der Tafel
(29.11.2017 • kda) Wirtschaft und soziale Einrichtungen haben in unserer Gesellschaft in der Regel recht wenige Berührungspunkte. Zumindest gilt das für all diejenigen, die in einem dieser Bereiche arbeiten. Das Projekt "Aspect Change" vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda) der Hannoverschen Landeskirche möchte das ändern und ermöglicht Auszubildenden den Blick über den Tellerrand in Jobs bei der Bahnhofsmission, in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen oder als Straßensozialarbeiter. Nach einer Projektwoche präsentierten am Freitag, 24. November bei Sartorius in Göttingen sechs Ausbildende des Unternehmens und eine weitere des Kirchenkreisamtes ihre Erfahrungen, die sie vom 20. bis 23. Oktober in sozialen Einrichtungen im Raum Göttingen gemacht haben.
"Man lernt, Menschen mit anderen Augen zu sehen und seine eigene Lebenssituation viel mehr zu schätzen", sagt beispielsweise Elena, eine derjenigen, die in diesem Jahr an dem Projekt teilnahmen. Sie selbst macht eine Ausbildung zur Mechatronikerin bei Sartorius in Göttingen und entschied sich dafür, eine Woche lang bei der Tafel zu arbeiten. Der gemeinnützige Verein gibt zweimal täglich an mehreren Stellen in der Stadt Lebensmittel an jene aus, die sie sich sonst nur schwer leisten können.
Dass das in einer Stadt wie Göttingen so viele sind, fand Elena erschreckend, ebenso, wie schwer es manchmal ist, überhaupt an die Lebensmittel zu kommen. Mitunter gibt es auch Neid unter den Empfängern, wenn die Regale in der Ausgabestelle leerer werden. Eine ähnliche Erfahrung machte Niklas, im normalen Leben Auszubildender als Elektroniker, in dieser besonderen Praxiswoche bei der Inneren Mission im Grenzdurchgangslager in Friedland tätig. Dort gab er Kleidung an nach Deutschland kommende Spätaussiedler aus und war irritiert, dass manche diese Geschenke als selbstverständlich hinzunehmen schienen. (-> WEITERLESEN)
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Bild: Johannes Förster

60 Krippen aus vielen Ländern –
eine Weihnachtswelt

Krippenausstellung in der
St. Johanniskirche Göttingen

(28.11.2017) Die diesjährige Krippenausstellung der Sammlung Ziehe zeigt 60 Krippen aus vielen Ländern dieser Erde. Sie ist vom 30. November bis zum 17. Dezember jeweils vom donnerstags bis sonntags von 15-19 Uhr in der St. Johannis Göttingen zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Wie sehen Krippen anderer Länder aus? Länder, in denen fast immer die Sonne scheint? Länder, in denen es keine Ochsen und Esel gibt? Darüber kann man sich in der diesjährigen Ausstellung ein Bild machen. Krippen aus Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und aus verschiedenen Ländern Europas werden gezeigt.

Gefertigt sind die Krippen aus landesüblichen Materialien. So sieht man einige aus Pflanzenblättern, Stroh und Papier, aus Blech, Ton und Holz, aus Gips und aus Stein. Alle präsentieren sich farbenfroh. Ihre unterschiedlichen Gestaltungsweisen machen sie einmalig.

Am 3. Dezember um 16 Uhr und am 17. Dezember um 15 Uhr bietet Diakonin Bettina Lattke, Kirchenpädagogin des Kirchenkreises, Führungen durch die Ausstellung an.
Wer mehr aus der Sammlung Ziehe sehen will, hat in diesem Jahr erstmalig die Möglichkeit, sich im Duderstädter Rathaus, in der Basilika St. Cyriakus und in der St. Servatiuskirche Exponate anzusehen. Diese Ausstellung an drei Orten ist vom 3. Dezember 2017 bis zum 7. Januar 2018, donnerstags bis sonntags, geöffnet.
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Bild: Charlotte Scheller

Göttinger Stadtpilgerweg

(28.11.2017) Pastorin Charlotte Scheller und Pastorin Amélie zu Dohna, Referentin im Haus kirchlicher Dienste Hannover für Kirche und Tourismus und für Pilgern, habe gemeinsam einen Stadtpilgerweg erarbeitet. Am Reformationstag 2017 ist dieser eröffnet und zum ersten Mal mit einer Gruppe gegangen worden.
Erprobt haben diesen Weg Schülerinnen und Schüler eines Religionskurses des Felix-Klein-Gymnasiums (FKG), gemeinsam mit ihrer Lehrerin Christina Hanusch. Am FKG ist das Projekt so gut angekommen, dass 300 Begleithefte für Unterricht und Exkursion bestellt wurden, die Scheller nun übergeben konnte. Auch im Jahrbuch ist der Stadtpilgerweg dokumentiert.
Der Weg beginnt und endet an der St. Marienkirche, hat sieben Stationen und dauert ca. 1,5 Stunden. Scheller und zu Dohna versprechen eine besondere Herausforderung: Die Möglichkeit, mitten von Alltagsgeschäftigkeit zur Ruhe kommen zu können.
Die Pilgernden können anhand einer Broschüre, die die Stationen beschreibt, Ihre Umgebung neu wahrnehmen und ganz bewusst Menschen und Dinge neu anschauen. Dabei wird an die Göttinger Reformationsgeschichte erinnert, die sich 1529 direkt an den aufgesuchten Stationen abgespielt hat.
Weitere Begleithefte zum Stadtpilgerweg Göttingen können bei Charlotte Scheller (charlotte.scheller@t-online.de) angefordert werden. Auch sind Führungen ab der 8. Schulklasse möglich. Im Frühjahr 2018 wird es dann zu einer Schulung für Stadtpilgerweg-Begleitende kommen, die rechtzeitig angeboten wird.
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Bild: Ahrens und Grabenhorst, Architekten in Hannover

Kirchenkreistag bekräftigt
Beschluss zum Forums-Bau

(23.11.2017) Bei seiner heutigen Sitzung hat der Kirchenkreistag des Kirchenkreises Göttingen seinen Beschluss, das "Forum der Kirche und Diakonie" auf dem Areal der St. Mariengemeinde und der Kommende bauen zu wollen, noch einmal bekräftigt.
Dieses war nötig geworden, weil der Kostenrahmen, den sich das Parlament 2015 gesetzt hatte, überschritten wird. Die kalkulierten Gesamtkosten belaufen sich nun auf 7,58 Millionen Euro.
Auch bei den Planungen hat sich mittlerweile etwas geändert. Aus Kostengründen werden nach dem ersten Bauabschnitt die meisten Abteilungen des Diakonieverbandes, die Evangelische Familien-Bildungsstätte und die Diakonie Christophorus mit einer Wohngruppe einziehen, in einem zweiten Schritt dann die Superintendentur und weitere Kirchenkreisstabsstellen, um so auch den Titel "Forum der Kirche und Diakonie" zu verwirklichen.
Superintendent Friedrich Selter ist mit der Bestätigung des Bau-Beschlusses sehr zufrieden. "Kirche macht einen Schritt nach vorne und schafft ein zukunftsfähiges Ensemble, in dem Kirche mitten im Herzen der Stadt als diakonische Kirche erkennbar wird. Hier wird ein Haus entstehen, in das Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen eingeladen sind. Ein lebendiges Haus, von dem Hilfe, Ermutigung und Bildungsimpulse ausgehen werden: Ein Kristallisationspunkt unseres Kirchenkreises".
Über mehrere Jahre sind unterschiedliche Möglichkeiten der Realisierung des Neubaus an verschiedenen Standorten geprüft worden, um diakonische Einrichtungen an einem Ort zu bündeln. Durch diese Prüfung ergab sich die Fokussierung der Planungen auf das kirchenkreiseigene Grundstück hinter der Kommende. Die Verantwortlichen erhoffen sich neben Synergie-Effekten auch insgesamt eine Kostenersparnis, da bisher vor allem für die Arbeit der Diakonie mehrere Immobilien angemietet werden mussten.
Im September 2016 hatte "ahrens & grabenhorst, Architekten in Hannover" den vom Kirchenkreis ausgeschriebenen Architektenwettbewerb gewonnen, für den mehr als 330 Bewerbungen vorlagen. An den Planungen dieses Büros und der sich schon jetzt abzeichnenden guten und konstruktiven Zusammenarbeit wird weiterhin festgehalten. Bei der dem Beschluss vorausgehenden Diskussion wurde deutlich, wie gewissenhaft sich die Mitglieder des Kirchenkreistages der Entscheidung näherten. Gerade bei der Finanzierung eines solchen Großprojektes muss Kirche – erst recht, weil sie mit anvertrauten Geldern arbeitet – sehr verantwortungsvoll umgehen.

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Bild: DenisProduction.com | ©: Fotolia.de

Ehrenamtliche
in der Arbeit mit Senioren

(21.11.2017) Zum ersten Mal kamen die in den Kirchengemeinden ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Arbeit mit Senioren im Kirchenkreis Göttingen zusammen. Sie trafen sich am 17. November 2017 in der Göttinger Thomasgemeinde, um bei diesem Fachtag über die Frage, was thematisch in der Arbeit vor Ort angeboten werden kann, ins Gespräch zu kommen. Fragen wie "Woher bekomme ich Impulse?" und "Wie machen es die Anderen?" standen dabei im Mittelpunkt.
Nach einer Andacht von Pastor Markus Wackernagel und einem Grußwort von Superintendent Friedrich Selter referierte Diakon Horst-Dieter Büshel, Referent für die Arbeit mit Älteren im Haus kirchlicher Dienste Hannover über die Veränderungen des Altersbildes unter dem Motto "Grau sind nur die Haare!" und verteilte an die Teilnehmenden eine Mappe mit Materialien und Gruppenstundenentwürfen.
Danach stellte Kerstin Remane, Geschäftsführerin der Evangelischen Erwachsenenbildung Südniedersachsen, Möglichkeiten der finanziellen Förderung von Veranstaltungen vor.
Die 24 Teilnehmenden äußerten in einer Schlussrunde den Wunsch nach einer Wiederholung, um sich über Themen und Methoden austauschen zu können. Wackernagel und Diakon Henry Wörmcke, die Beauftragten des Kirchenkreises für die Arbeit mit Senioren, griffen diese Idee auf und planen nun ein Treffen für April 2018.
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