Kirchenkreis Göttingen

Informationen und Termine aus Kirchenkreis, Gemeinden, Einrichtungen, Gruppen und Kreisen.

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Bild: Städtisches Museum Göttingen

"1529 – Aufruhr und Umbruch"
geht weiter!

Ausstellung im Städtischen Museum Göttingen
bis zum 10. Februar 2018 geöffnet

(19.01.2018) Mehr als 5000 Menschen haben sich mit der Reformationsgeschichte in Göttingen auseinandergesetzt und sich die Ausstellung "1529 – Aufruhr und Umbruch" im Städtischen Museum Göttingen angesehen. Das große Interesse ist Grund genug, diese Sonderausstellung noch weiter geöffnet zu halten. Für alle, die noch nicht in der Ausstellung waren, lohnt sich der Besuch allein schon deswegen, weil alle Orte der im Museum dargestellten Ereignisse in der Innenstadt Göttingens noch heute erkennbar sind.
In Göttingen setzte sich 1529 innerhalb kurzer Zeit die Reformation durch. Eine tödliche Seuche zog durch das Land und bedrohte das Leben in der Stadt. Einwohner und Rat beschlossen etwas dagegen zu unternehmen. Eine Bittprozession sollte Schutz für Stadt und Bewohner bringen. Während der Prozession kam es plötzlich zu einem Tumult: Eine Gruppe um die Neuen Wollenweber fing an lauthals auf Deutsch zu singen.
Zu diesem Zeitpunkt ist es schon zwölf Jahre her, dass Martin Luther seine Thesen veröffentlicht hatte. In einigen Gebieten Deutschlands setzte sich bereits die Reformation durch. Teilweise hatte sie schon mit dem Widerstand der alten Kirche zu kämpfen. In Göttingen hingegen schien bisher alles beim Alten zu bleiben. Noch 1528 bekennt sich der Rat zur alten Kirche.
Doch 24. August 1529 – ohne längeren Vorlauf – kam es zu einem plötzlichen Aufeinandertreffen der beiden Glaubensrichtungen. In der Folge führte dieses Ereignis ohne gefährliche Eskalation zu einem schnellen Erfolg der Reformation.
In der Ausstellung werden diese Abläufe und ihre langfristige Wirkung bis hin zur Gründung der Universität im 18. Jahrhundert genau nachgezeichnet. Bisher noch nie gezeigte Objekte eröffnen Einblicke in das Leben der Menschen in Göttingen im 16. Jahrhundert. Andere, wohlbekannte Objekte, wie die der wertvollen Sammlung zur Kirchenkunst, erscheinen in einem neuen Licht und werden für diese Ausstellung erstmals in Bezug zu dem Denken und Handeln der Menschen gesetzt.
Das Städtische Museum Göttingen ist dienstags bis freitags von 10-17 Uhr und sonnabends und sonntags von 11-17 Uhr geöffnet. Am Montag ist das Museum geschlossen. Führungen durch die Ausstellung sind möglich. Termine dafür gibt es an der Tageskasse und unter Telefon: 0551 400-2843
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Bild: Thorsten Rohloff

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Vollsperrung des St.-Petri-Friedhofs
wieder aufgehoben

(19.01.2018) Nach ersten Aufräumarbeiten und nach Sichtung der Schäden durch das gestrige Sturmtief "Friederike" konnte die Vollsperrung des Weender St.-Petri-Friedhofs heute Mittag wieder aufgehoben werden. Dennoch ist ein Teil des Weges von der Petrikirche zur Kapelle weiterhin gesperrt und somit nicht barrierefrei, weil die Asphaltdecke durch eine umgestürzte Linde stark beschädigt worden ist. Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich am kommenden Dienstag fortgesetzt. Dann wird zunächst Firma Denecke die umgestürzten Bäume fachgerecht abtragen. Erst im Anschluss können die beschädigten Gräber in Augenschein genommen werden. Trauergäste und Angehörige werden gebeten den Weg zur Kapelle möglichst über den Eingang "Im Hassel" oder am Schlagenweg zu nutzen.

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Bild: Pixabay

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Friedhof gesperrt

(19.01.2018) Durch den gestrigen Orkan, der auch über Göttingen zog, sind auf dem Friedhof der Kirchengemeinde St. Petri Weende Bäume entwurzelt worden. Auch versperren Äste Wege auf dem Friedhof. Wegen der nun anstehenden Aufräumarbeiten und aus Sicherheitsgründen hat der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde beschlossen, den Friedhof bis auf weiteres zu schließen. Informationen zu den Aufräumarbeiten, eventueller Schäden und des Zeitpunkts der Wiedereröffnung können sich Interessierte auf der Webseite der Kirchengemeinde St. Petri Weende www.petriweende.de informieren.

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Bild: #Religramme

Führung durch #Religramme

(19.01.2018) Im Rahmen der Ausstellung "#Religramme – Gesichter der Religionen" kommt es zu einer besonderen Führung. Am Dienstag, dem 23. Januar 2018, um 17 Uhr gehen Petra Broistedt, Stadträtin und Dezernentin für Kultur und Soziales und Superintendent Friedrich Selter durch die Ausstellung und sprechen an augewählten Beispielen mit Pastor Gerhard Schridde, der den Abend moderieren wird. Dabei wird es unter anderem um die öffentlichen Bedeutung und Funktion der Religionen im Leben der Stadt Göttingen gehen. Die Veranstaltung ist im 2. Obergeschoss des Max-Planck-Gymnasium Göttingen, Theaterplatz 10. Besuchende werden in das Gespräch zwischen Broistedt, Selter und Schridde mit einbezogen.
Das weitere Programm von #Religramme gibt es unter www.esg-goettingen.de/Religramme

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Bild: #Religramme

#Religramme-Diskussion fällt aus!

(18.01.2018) Die für heute, 18. Januar 2018 um 19 Uhr, angekündigte Podiumsdiskussion "Zur Relevanz von Religion an der Hochschule für unsere Gesellschaft(en). Ein Blick auf Europa" mit Dr. Dimitri Almeida, Prof. Hans Michael Heinig, Prof. Martin Laube, Prof. Alexander K. Nagel, Prof. Riem Spielhaus wird wegen des Unwetters verschoben. Ein neuer Termin wird im Sommersemester mitgeteilt.
"#Religramme – Gesichter der Religionen" ist aber weiterhin bis zum 7. Februar 2018 in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums, Theaterplatz 10, 37073 Göttingen zu sehen. Gemeinsam haben diese Ausstellung die Evangelische Studierendengemeinde, der Runde Tisch der Abrahamreligionen (Judentum, Christentum und Islam) und das Max-Planck-Gymnasium nach Göttingen geholt. Konzipiert wurde sie 2016 vom "Haus kirchlicher Dienste" der Landeskirche Hannovers. Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, kirchlicher Islambeauftragter, ist der Anstoßgeber der Ausstellung. "Sie zeigt 20 Menschen aus Niedersachsen, die zu ganz unterschiedlichen Religionen gehören", so der Pastor und Islamexperte.
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Bild: Helge Meyn-Hellberg

#Religramme –
Gesichter der Religionen

Ausstellung im Max-Planck-Gymnasium Göttingen am 9. Januar 2018 eröffnet
von Helge Meyn-Hellberg, Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen
(12.01.2018) "Es geht im Dialog der Religionen nicht darum, den anderen zum eigenen Glauben zu bekehren, sondern mit Hilfe des Geistes gemeinsam zu lernen und für den Frieden in der Welt zu arbeiten," so ein Mönch aus dem katholischen Trappistenkloster im algerischen Atlasgebirge. Seine Worte passen auch als Überschrift zur Ausstellung #Religramme – Gesichter der Religionen, die vom 9. Januar bis zum 7. Februar in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums, Theaterplatz 10, 37073 Göttingen zu sehen ist.
Gemeinsam haben Evangelische Studierendengemeinde, der Runde Tisch der Abrahamreligionen (Judentum, Christentum und Islam) und das Max-Planck-Gymnasium die Ausstellung nach Göttingen geholt. Konzipiert wurde sie 2016 vom "Haus kirchlicher Dienste" der hannoverschen Landeskirche. Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, kirchlicher Islambeauftragter, ist der Anstoßgeber der Ausstellung. "Sie zeigt 20 Menschen aus Niedersachsen, die zu ganz unterschiedlichen Religionen gehören", so der Pastor und Islamexperte. Ihm sei an den vorherigen Ausstellungsorten aufgefallen, dass vor allem die Angehörigen kleinerer Religionen, wie dem Jesidentum, besonders von der Gestaltung berührt seien. Zeigen die Informationsfolien doch die Religionen in gleicher Darstellungsgröße nebeneinander. Nur wenige Meter entfernt findet sich so neben dem Portrait einer serbisch-orthodoxen Christin die Lebens- und Glaubensgeschichte eines Hindus. Friedrich Selter, Superintendent des Kirchenkreises Göttingen, freut sich über die #Religramme: "Es sind die aussagekräftigen Charakteristika der einzelnen Religionen wunderbar ins Bild gerückt", so der leitende Geistliche im Gespräch mit den Studentinnen Wienke Meyer und Johanna Schnute, die charmant die Vernissage moderierten. Für Dr. Wolfgang Schimpf, Direktor des Max-Planck-Gymnasiums, ist der Veranstaltungsort der #Religramme glücklich gewählt. Dadurch sei die Einbindung in den Religionsunterricht gut möglich. Auch stehe sie zum Besuch von Schulklassen anderer Schulen und für Konfirmandengruppen offen. Insbesondere dankte der Schulleiter seiner Kollegin Angelika Teichmann. Die Lehrerin für katholische Religion hat sich für die Ausstellung eingesetzt. Gemeinsam mit Dr. Eva Jain, Studierendenpastorin in der Universitätsstadt, hat sie die Schulaula für die Ausstellung organisiert, zur Vernissage geladen und ein vielseitiges Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Es reicht von Podiumsdiskussionen, über einen interreligiösen Poetry-Slam und ein Kalenderprojekt mit der Muslimischen Hochschulgruppe bis zu einem interreligiösen Abend mit Synagogen-, Kirchen- und Moscheebesuch. Ein Vortrag von Ali Özgür Özdil, angeboten von der Muslimischen Hochschulgruppe, stieß am 10. Januar mit rund 150 Zuhörenden bereits auf sehr gute Resonanz. Die "lange Nacht der offenen Gotteshäuser" findet statt am 25. Januar und ist einer der Höhepunkte. Der Eintritt zu den #Religrammen ist kostenlos. Alle weiteren Infos, auch zum virtuellen Besuch der Ausstellung finden sich hier: http://www.gesichter-der-religionen.de/ausstellung/goettingen
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Bild: Hospz an der Lutter

Hospiz an der Lutter in neuen Räumen

(10.01.2018) Das Hospiz an der Lutter zieht vom Weender Krankenhaus in neue Räume im Krankenhaus Neu-Mariahilf an der Humboldtallee. Nachdem die Bauarbeiten beendet wurden, ist das Ambulante Hospiz und die Verwaltung Ende vergangenen Jahres umgezogen. Ab dem 15. Januar 2018 hat auch das Stationäre Hospiz sein Domizil in der Humboldtallee.
"Der Umzug ist notwendig geworden, weil Haus 3 des Weender Krankenhauses einem Neubau weichen soll, in den die Abteilung Pneumologie und das Schlaflabor aus Lenglern zieht", sagt Regina Bauer, Leiterin vom Stationären Hospiz an der Lutter.
Das Hospiz als Lebensort:
"Zeit und Raum und Ruhe"

Hospiz bedeutet übersetzt Herberge. Es ist eine Herberge für Menschen, die durch eine unheilbare Krankheit in ihre letzte Lebensphase gekommen sind und zu Hause nicht versorgt werden können. Das Stationäre Hospiz ist ein Ort der Selbstbestimmung und Geborgenheit.
Das Hospiz an der Lutter begleitet Menschen in der letzten Lebensphase und ist für deren Angehörige und Freunde da. Träger ist der Verein Diakonissen Mutterhaus Ariel (Zöcklersche Anstalten) und Hospiz an der Lutter e.V.
Weitere Informationen unter www.hospiz-goettingen.de
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Bild: #Religramme

#Religramme –
Gesichter der Religionen

Ausstellung im Max-Planck-Gymnasium Göttingen
(04.01.2018) "Je vielfältiger und bunter die Welt der Religionen wird, umso wichtiger ist es, dass wir einander kennen lernen" so das Eingangsstatement der Interaktiven Wanderausstellung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers "#Religramme – Gesichter Religionen", die vom 9. Januar bis zum 7. Februar 2018 in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums, Theaterplatz 10 in Göttingen zu sehen ist.
Auf neuartige und weltweit einzigartige Weise bieten die "#Religramme" Gelegenheit, unkompliziert, fundiert und authentisch etwas über die sechs großen Religionen Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam, Judentum und Jesidentum zu erfahren, sowie mit Angehörigen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften real und virtuell in Kontakt zu treten. Möglich wird dies durch die von Prof. Dr. Wolfgang Reinbold erarbeitete Konzeption, die auf drei Komponenten basiert: Der reale Ausstellungskorpus besteht aus den Portraits von zwanzig niedersächsischen Frauen und Männern – darunter auch ein Einwohner Göttingens – die sich und ihre Religion vorstellen. In Statements erzählen sie von ihrem Glauben und welche Bedeutung er für ihren Alltag hat. Dazu sind Gegenstände aus unterschiedlichen Religionen ausgestellt, es gibt Originaltöne zu hören, sowie interaktive Stationen. Die zweite Komponente existiert im virtuellen Raum: Auf Instagram unter #religramme_ausstellung kann mit den Portraitierten und den Religionsgemeinschaften Kontakt aufgenommen, Bilder gepostet oder Fragen gestellt werden. Die dritte Komponente ist das begleitende Rahmenprogramm. Sein Ziel ist, Raum zu geben für ein Kennenlernen der Religionen in der eigenen Stadt und Region. Es bietet reale interreligiöse Begegnungen und Diskurse über Religion in unserer Gesellschaft. In Göttingen hat die Ausstellung viele Menschen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften dazu angeregt, miteinander und füreinander das Rahmenprogramm zu gestalten.
Veranstalter von "#Religramme – Gesichter der Religionen" sind die Evangelische Hochschul- und Studierendengemeinde (ESG) und das Max-Planck Gymnasium in Kooperation mit dem Runden Tisch der Abrahamreligionen, offiziell mitgetragen vom Landkreis Göttingen, der Stadt Göttingen, dem Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen und dem Evangelischen Studienhaus (eshg), unterstützt von der Katholischen Hochschulgemeinde (khg) und der Universität Göttingen.
Schirmherren des Projekts sind Ministerpräsident Stephan Weil und Landesbischof Ralf Meister.
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Bild: Helge Meyn-Hellberg

Strahlkraft für die Stadt
und den ganzen Kirchenkreis

"Forum Kirche und Diakonie" soll ab Sommer 2018 an der Marienkirche Göttingen entstehen
von Helge Meyn-Hellberg, Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen
Spätherbstwetter über Göttingen, Regen, ein unbefestigter Parkplatz hinter der Marienkirche. Südrand der Innenstadt, beste Citylage eigentlich, aber eine wenig ansehnliche Fläche. Das will der Kirchenkreis Göttingen ändern. Entstehen soll hier, fußläufig zum Bahnhof, Busbahnhof und der City ab Sommer 2018 das "Forum Kirche und Diakonie". In ihm sollen viele der kirchlich-diakonischen Einrichtungen, die sich bisher über das Stadtgebiet verteilen, zusammengefasst werden. Superintendent Friedrich Selter verspricht sich davon eine größere Sichtbarkeit und eine bessere Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie. Die Investitionssumme beträgt ca. 7,2 Millionen Euro. Nachdem der Kirchenkreistag Göttingen Ende November seine Zustimmung gegeben hat, soll der Bau nächstes Jahr beginnen. Das ca. 2700 Quadratmeter große Grundstück, eingerahmt von der traditionsreichen St. Marienkirche, der "Kommende", dem historischen Sitz des Deutschen Ordens, und einem Parkhaus, gehört der Kirche. Richtung Innenstadt grenzt das Gemeindehaus der Marienkirche an. Dorthin ist auch kürzlich die Drogenberatungsstelle umgezogen. Damit ist sie als erste Beratungsstelle des Diakonieverbandes vor Ort. Für Markus Wackernagel, Pastor an der Marienkirche, ist dieser kleine Schritt richtungsweisend. Seine Gemeinde wolle ihr diakonisches Profil stärken, das passe gut zu den Forumsplanungen. Dass zudem mit der Drogenberatung der von der Mariengemeinde nicht mehr benötigte Platz nun der sozialen Arbeit in der Stadt zu Gute komme, sei ein gutes Zeichen. Das sei, nicht zuletzt im Sinne eines effektiven Gebäudemanagements, auch finanziell sinnvoll. Das unterstreichen Superintendent Friedrich Selter und die Leiterin des Kirchenkreisamts, Christina Klett, für noch größere Zusammenhänge. So seien bisher für sämtliche diakonischen Einrichtungen Mieten auf dem freien Markt zu entrichten. Diese Kosten würden durch den Bau eines kircheneigenen Gebäudes wegfallen. Damit würden sich langfristig die Investitionskosten amortisieren und das Gebäude in der weiteren Zukunft Geld erwirtschaften.
Angeordnet werden soll es u-förmig auf der bisherigen Parkplatzfläche. Die Möglichkeit von Westen aus über das Grundstück Richtung Innenstadt zu gelangen wird weiterbestehen. Beste Voraussetzung für einen einladenden Begegnungscharakter. Dort wird dann auch die Evangelische Familienbildungsstätte zu finden sein. Der Diakonieverband Göttingen zieht das Migrationszentrum, die Kirchenkreissozialarbeit mit der Demenzhilfe, die Evangelische Lebensberatung Göttingen, die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention und die Verwaltungsstelle des Verbandes hierhin um. Die Diakonie Christophorus will acht Wohnräume einrichten, in denen Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf selbständig wohnen können. "Viele unserer Einrichtungen sind bislang in der Stadt verstreut", meint Superintendent Selter, "an diesem zentralen Standort werden wir als diakonische Kirche im Herzen der Stadt sichtbar." Räume des Gebäudes auch an private Nutzer, beispielsweise an einen Gastronomiebetrieb, zu vermieten, ermögliche es, zukünftig flexibel auf den kirchlichen und diakonischen Bedarf zu reagieren. Karin Wendelborn, die als Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte mit ihrer Einrichtung einziehen wird, freut sich, bestehende Synergien, wie im Fall Migrationszentrum schon gegeben, künftig noch effektiver und ortsnäher zu entwickeln. Sie betont, dass das Forum ein idealer Ort sei, um miteinander und voneinander zu lernen und neue, bedarfsorientierte Projekte zu entwickeln.
Vorbeugen will Superintendent Selter dem Eindruck, die Kirche investiere lediglich in der Stadt, vergesse darüber aber das Land. So zeige die Nachfrage nach den Angeboten der Familienbildungsstätte, dass rund 1/3 der Besucher aus dem Landkreis und nicht aus dem Göttinger Stadtgebiet kämen, macht der leitende Geistliche klar. Auch die Angebote der Diakonie richteten sich in etwa gleichem Proporz an Bewohner aus dem ganzen Landkreis, egal ob mit oder ohne kirchliche Bindung. Dies entspreche ziemlich exakt der Verteilung der Kirchengemeinden im Kirchenkreis. Peter Friele, Leiter der Bauabteilung im Kirchenkreisamt, hob dazu die großen Investitionsvolumina in vielen Dorfkirchen hervor. Dort, wo restauriert und renoviert werde, gingen die Investitionen schnell in die mehrfachen 100-Tsd. Euro. In den zurückliegenden Jahren und auch im kommenden Jahr seien jeweils deutlich über 1. Mio. € in die Sanierung von Sakralgebäuden geflossen, bzw. würden fließen. Er hoffe, dass der Baugrund einen schnellen Baufortschritt ermögliche, dann könne 2020 Einzug gefeiert werden, formulierte der Baufachmann des Kirchenkreises bei der Vorstellung des Modells.

Das Foto zeigt bei KLICK das Modell des "Forums Diakonie und Kirche" in Göttingen und von links: Wolfgang Stoffel (Aufsichtsratsvorsitzender Diakonie Christophorus), Christina Klett (Leiterin Kirchenkreisamt Göttingen-Münden), Superintendent Friedrich Selter, Peter Friele (Kirchenkreisamt Göttingen-Münden, Leiter der Liegenschaftsabteilung und Projektleitung) und Karin Wendelborn (Leiterin Ev. Familien-Bildungsstätte).

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Bild: Hannah Tinnefeld

Der besondere Adventkalender

(30.11.2017) Oft ist es schwer, in einem Krankenhaus zu erkennen, dass die Adventszeit beginnt. Aus diesem Grund haben sich die Mitarbeitenden der Klinikseelsorge der Universitätsmedizin Göttingen Gedanken darüber gemacht, wie der Andachtsraum adventlich geschmückt werden kann. Ein Ergebnis ist ein Adventkalender (siehe Foto), der im Vorraum des Andachtsraumes stehen wird. In ihm ist für jeden Tag der Adventszeit eine Seite gestaltet. Er lädt zum Verweilen und zur Besinnung ein. Jeden Tag gibt es eine Anregung zur Tagesgestaltung oder einen Impuls durch ein Zitat. Am Nikolaustag gibt es zusätzlich eine kleine Überraschung.
Die Idee zum Kalender hatten alle Mitarbeitenden der Einrichtung, die Gestaltung hat Hannah Tinnefeld übernommen, die zur Zeit Praktikantin in der Evangelischen Klinikseelsorge ist. Im Rahmen ihres Studiums der Evangelischen Theologie verschafft sie sich einen Eindruck über das Arbeitsfeld der Klinikseelsorge.
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